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    HAßFURT

    Diesen musikalischen Leckerbissen kann man nur live genießen

    Sie begeisterten die Zuhörer für sich und ihre Art des Musizierens: Jürgen Weyer (Trompete), Georg Stührmann (Horn), Ber... Foto: Ulrike Langer

    Sie gibt es nicht auf CD, sondern nur live zu erleben und das auch nur wenige Male im Jahr. Insofern war das Konzert, das die Mitglieder des Bläserensembles „Quincy Brass“ zusammen mit dem Kantor Johannes Eirich in der Ritterkapelle in Haßfurt gaben, etwas ganz Besonderes. Mit ihren Darbietungen hinterließen die Musiker einen derart tiefen Eindruck bei den Zuhörern, dass diese sich mit stehenden Ovationen für den musikalischen Hochgenuss bedankten.

    Pfarrer Stephan Eschenbacher hatte eingangs erklärt, dass anlässlich des Patroziniums der Wallfahrtskirche Hl. Jungfrau Maria an Mariä Geburt stets auch ein Konzert stattfinde. „Ich freue mich, dazu dieses Jahr das Bläserquintett „Quincy Brass“ willkommen heißen zu dürfen“, sagte er und versprach den Besuchern, dass sie am Ende mit Sicherheit begeistert nach Hause gehen würden. Dieses Versprechen lösten Jürgen Weyer und Sebastian Raab (Trompete), Georg Stührmann (Horn), Hubert Ziegler (Posaune), Bernhard Sauer (Tuba) sowie Johannes Eirich (Orgel) gemeinsam ein. Immerhin haben sich die Bläser zum Ziel gesetzt, mit ihrer Musik die Menschen zu berühren.

    Mit einer festlichen Fanfare für Bläser und Orgel von Dieterich Buxtehude eröffneten sie das abwechslungsreiche Konzert. Anschließend präsentierte der Organist eine Auswahl der jedes für sich sehr schön klingenden Register der Schlimbach-Orgel mit seiner harmoniereichen, fantasievollen Variation über das Lied „Maria dich lieben“. Außerdem intonierte er das „Festival Finale“ von Malcom Archer an der Königin der Instrumente.

    Das vor 25 Jahren gegründete Bläserensemble wiederum bewies seine musikalische Vielfalt, seine Virtuosität und vor allem seine Spielfreude mit Werken von Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Scott Stuer, Stephen Sondheim und anderen Komponisten. Die Musiker begeisterten mit ihrem mal feierlichen, mal romantischen und mal jazzigen Spiel, das stets von einem sehr harmonischen Zusammenklang getragen wurde. Unvergessen wird den Zuhörern die Intonation des berühmten „Ave Maria“ von Franz Schubert in einer Bearbeitung für Bläser bleiben, die gerade zum Marienfeiertag starke Emotionen auslöste. Aber auch die „Spanische Romanze“ eines unbekannten Komponisten, die jeder Gitarrist kennt, löste Gänsehautfeeling aus. Arrangiert wurde sie von Hubert Ziegler, der das Publikum auch charmant durch das Programm führte. Für den nicht enden wollenden Schlussapplaus und die stehenden Ovationen revanchierte sich „Quincy Brass“ mit dem „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel und dem Lied „Highland Cathedral“ in einem Arrangement von „German Brass“.

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