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    WÜLFLINGEN

    Dorferneuerung dauert den Bürgern zu lange

    Die Wässernachstraße ab der Abzweigung Gleißnergasse wird im Frühjahr 2020 neu gestaltet. Foto: Ulrike Langer

    Das Stadtwerk Haßfurt möchte einen digitalen Energienutzungsplan erstellen. In der Bürgerversammlung in der Wässernachhalle in Wülflingen, zu der rund 70 Bürger gekommen waren, erläuterte Felix Zösch vom Stadtwerk das Vorhaben.

    „Wir werden Sie bei der Umsetzung begleiten“, versprach Zösch. Er wies darauf hin, dass die Bürger schon jetzt anhand des Energie-Assistenten auf der Homepage des Stadtwerks ihre eigenen Verbrauchsdaten ansehen könnten. Bürgermeister Günther Werner betonte, dass kein Bürger zu irgendwelchen Maßnahmen gezwungen werde.

    Krankenstand bei Baufirmen

    Ein weiteres Thema war die Dorferneuerung, die manchem Bürger zu lange dauert. Bürgermeister Werner wies daraufhin, dass das Amt für Ländliche Entwicklung zuständig sei. Dietmar Will von der Stadtverwaltung erklärte, dass es auch einen hohen Krankenstand bei der Baufirma gebe. Etliche Arbeiten seien vorher nicht absehbar gewesen.

    Günther Werner teilte mit, dass der restliche Ausbau der Wässernachstraße auf nächstes Jahr verschoben werde. Dafür werde heuer noch der Anschluss der Gleißnergasse an die Wässernachstraße fertiggestellt. Den Wunsch von Clemens Müller, während der Erneuerung der Wässernachstraße einen Fußweg zur Kirche freizuhalten, erachtete der Bürgermeister als sinnvoll.

    Einbahnstraße oder Anlieger frei?

    Während Inge Rüth forderte, den Mainblick aufgrund der Enge und des zunehmenden Verkehrs zur Einbahnstraße umzuwidmen, lehnte Stefan Heller als Anwohner des Mainblicks diese Forderung ab. „Es ist besser, die Straße nur für Anlieger freizugeben“, sagte er. „Denn mittlerweile fährt gefühlt der ganze Verkehr aus dem Osterfeld in Haßfurt durch diese Straße!“

    Breitbandausbau zu langsam

    Josef Zenker zeigte sich unzufrieden mit dem Breitbandausbau in der Wässernachstraße. Bürgermeister Werner teilte mit, dass er zuversichtlich sei, dass es nicht mehr lange dauern werde, bis jeder Haushalt zumindest 100 Mbit Leistung erhalte.

    Anna Ankenbrand wünschte sich einen schnellen Wiederaufbau des Spielplatzes in der Gleißnergasse. Dazu sagte Werner, dass man das Projekt im Frühjahr 2020 in Angriff nehmen werde. Lothar Vollkommer bat darum, den Behindertenparkplatz an der Wässernachhalle neben der Bühne wieder zu markieren. Der Bürgermeister teilte mit, dass der Parkplatz hinter der Halle nach Abschluss der Dorferneuerung befestigt und dann auch dort ein Behindertenparkplatz ausgewiesen werde.

    Zur Frage von Thomas Bauer, welche Visionen die Stadt in Bezug auf den Busverkehr habe, sagte Günther Werner: „Wir machen uns bereits Gedanken über Buslinien mit wasserstoffangetriebenen Fahrzeugen.“

    Neuer Pächter gesucht

    Der Bürgermeister nahm die Bürgerversammlung auch zum Anlass, der Familie von Johanna und Oswald Deschner zu danken, die seit 36 Jahren die Wässernachhalle bewirtschaftet und zum Ende des Jahres ihre Tätigkeit beendet. Stadtrat Joachim Schwach teilte mit, dass der Hallenausschuss und die Vereinsvorsitzenden beschlossen hätten, einen neuen Pächter ab Januar 2020 zu suchen. „Jeder, der sich zutraut, die Halle zu bewirtschaften, kann sich an die Stadt Haßfurt wenden“, sagte er. Bisher sei die Halle nur drei Abende geöffnet gewesen, der neue Pächter könne die Öffnungszeiten aber auch ausdehnen.

    Bürgermeister Günther Werner teilte auf die Frage von Lothar Vollkommer mit, dass auch die Pächter der Sailershäuser Wanderstube gekündigt hätten. Mit ihnen fände aber noch ein Gespräch statt.

    Grundstücke für Bauwillige

    Der Bürgermeister berichtete zudem, dass die Eigentümer der Grundstücke in der Hofleite für den Straßenausbau eigentlich 66 000 Euro hätten zahlen müssen. Doch nun habe die Regierung die komplette Summe an die Stadt ausgezahlt. Er teilte außerdem mit, dass die Statue „Herrgott auf der Wies“ derzeit im Bauhof der Stadt lagere und nach der Restaurierung in der Grünanlage am Oberthereser Weg aufgestellt werden soll.

    Der Feldweg Richtung Sportplatz soll nächstes Jahr ausgebessert werden. Den Wunsch von Bernhard Ankenbrand, den Weg zur Familie Krotsch endlich einmal zu asphaltieren, nahm der Bürgermeister auf. Er erklärte, dass auch der Sandpfad noch hergerichtet werde. Zudem würden die Wasserrinnen im Mainblick ausgetauscht.

    Günther Werner bat die Eigentümer der 23 unbebauten Grundstücke in Wülflingen, diese doch Bauwilligen zur Verfügung zu stellen. (ger)

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