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    HOFHEIM

    Drei Kunstwerke für Hofheim

    Maximilian Helfrich, Marion Ehrlinger und Michael Raab (von links) gehören zu den Sponsoren, die es der Stadt Hofheim ermöglicht haben, drei neue Kunstwerke in Hofheim aufzustellen. Das Bild zeigt sie an der Skulptur „Söhne und Töchter der Stadt“ von Johannes Faber, zusammen mit Siegbert Herkert, der eines der anderen Kunstwerke geschaffen hat, und Bürgermeister Wolfgang Borst. Foto: Werner Mock

    Am Kreisel steht Siegbert Herkert und blickt hinüber auf sein filigranes stählernes Insekt, dann wandert sein Blick zurück auf die Kupfertafel am Wegrand. Lesend und mit seinem Zeigefinger fährt er entlang und ertastet dabei jedes Wort, das darauf steht und ihn dazu bewogen hat, der Stadt Hofheim dieses Kunstwerk zur Verfügung zu stellen.

    Auch die Sponsoren der Tafeln, die zwischenzeitlich Bürgermeister Wolfgang Borst begrüßte, fanden Gefallen an der Materialauswahl und der darauf stehenden Erläuterung.

    In Stein gemeißelt

    Dem „Hofheimer Orakel“, das von Christopher Schmeißer als Beitrag zur „In Stein gemeißelter Heimatverbundenheit“ bezeichnet wird, das Symbolcharakter hat und dessen Sprüche auf der kugelgelagerten Granitscheibe viel Spaß machen, war außer dem Namen des Künstlers und dem Firmenort nichts mehr hinzuzufügen.

    Anders bei der fast drei Meter hohen Skulptur „Söhne und Töchter der Stadt“ von Johannes Faber, dessen Kunstwerk eine Mutter und ihre zwei älteren Kinder darstellt, die zu ihr zurückkehren. Dabei ist es für den Betrachter wichtig zu erfahren, dass der Frauenkörper sinnbildlich für die Stadt steht.

    Jedes der drei Kunstwerke hat seine eigene Geschichte und es sind die unterschiedlichsten Gründe, die den Erschaffer gerade zu diesem seinem Werk bewogen haben.

    Das Stadtoberhaupt ließ es sich nicht nehmen, den Spendern der Kupfertafeln danke zu sagen und zu einem Glas Sekt in?s „Trick 17“ einzuladen. „Eine einzigartige Geschichte fand durch Ihr Mitwirken seine Fortsetzung“, sagte Bürgermeister Wolfgang Borst zu den Sponsoren Michael Raab, Maximilian Helfrich, Marion Ehrlinger und Jörg Stein.

    Ein Glücksfall für die Stadt

    Borst gab einen Rückblick auf die Planung der Neugestaltung der Innenstadt bis zur Gegenwart. Mit Freude berichtete er vom Lob und der positiven Resonanz der Bürger bezogen auf das bisherige gelungene Werk in der Hauptstraße.

    „Die Akzente, die zur herausragenden Verschönerung der Innenstadt beitragen, wurden von Geschäftsleuten gesponsert und machen die Sache einzigartig“, sagte Borst. Es seien Glücksfälle, „dass sich die drei Künstler Faber, Schmeißer und Herkert, die hier leben und arbeiten, bereit erklärten, sich an der Idee der Stadt zu beteiligen und diese unentgeltlich mit ihren Skulpturen aufzuwerten“. Wichtig sei auch das Grün in der Innenstadt. „Alle, vor deren Anwesen Pflanzbeete sind, haben sich bereit erklärt, bürgerschaftliches Engagement zu zeigen, indem sie das Gießen und sogar teilweise oder ganz die Pflege der Beete übernehmen, da der Grüntrupp der Stadt nicht alles leisten kann “, freute sich Borst.

    Auf Kosten des Hauses

    Vier waren damit einverstanden, dass Holzspaliere an den Häusern angebracht wurden, damit Rosen und Kletterhortensien auf Augenhöhe der Betrachter sind und die Innenstadt von Hofheim zusätzlich verschönern.

    Bürgermeister Borst stellte fest, dass überwiegend die Frauen ihre speziellen Blumen- und Pflanzenwünsche hatten, angefangen von Lavendel, über Flieder, bis zu Kletterrosen in speziellen Farben.

    Er bedankte sich nochmals bei den Sponsoren, ging auf die Sanierung der Landgerichtsstraße und Grünen Marktstraße ein, mit dem Wunsch, auch diese für die Bürger, ob jung oder alt, und für Gäste sowie Touristen attraktiv zu gestalten.

    Kai Steinmetz, Inhaber vom „Trick 17“, staunte nicht schlecht, als er vom Engagement und der Großherzigkeit der Hofheimer erfuhr und verabschiedete seine Gäste, als es zum Bezahlen ging, mit dem Satz: „Bei so viel Spenderlaune, alles okay, geht auf Kosten des Hauses.“

    Bearbeitet von Peter Schmieder

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