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    JESSERNDORF

    Ein Hoch auf die Gärten mit Vorbildcharakter

    Am Donnerstag fand in Jesserndorf die Prämierung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege aus dem Wettbewerb unter dem Thema „Natur im Garten” statt. 30 Gärten, beziehungsweise deren Gärtnerinnen und Gärtner, fanden die Zustimmung der Kommission. Foto: Rudi Brantner

    Zum dritten Mal fand ein Wettbewerb des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege statt. Das Thema in diesem Jahr lautete „Natur im Garten“. 30 Gärten fanden die Zustimmung der Kommission und so wurden die jeweiligen Gartenbesitzer am Donnerstag in Jesserndorf für ihre Teilnahme ausgezeichnet.

    Aus dem ganzen Haßbergkreis kamen die Gärtnerinnen und Gärtner, die von den Fachberatern Guntram Ulsamer und Johannes Bayer begrüßt werden konnten. Schließlich liegen die zu bewertenden Gärten im ganzen Landkreis verstreut.

    Wie Landrat und Kreisvorsitzender Wilhelm Schneider erklärte, hätte man für die Prämierung kein schöneres Ambiente finden können als den Garten von Silke und Dirk Kamlott. Er dankte den Gastgebern für ihre Mühe und Anstrengung, die sie in die Vorbereitung gesteckt haben.

    Im Juni war eine Kommission, bestehend aus den Fachberatern und den Ausschussmitgliedern Lydia Glaser, Birgit Baier, Karin Limpert und Werner Lembach durch die teilnehmenden Gärten gereist, um sich ein Bild zu machen. Auch Helge Langer und Harald Amon vom Bund Naturschutz Ebern hatten im Gremium mitgewirkt.

    Tolle Eindrücke dank Diaschau

    Wie unterschiedlich die Gärten waren, die von der Kommission zur Prämierung ausgewählt wurden, zeigte sich in einer Diaschau, die Ulsamer und Bayer vorbereitet hatten. Unterteilt in Wohn- und Nutzgärten, Naturgärten mit Nutzgartenanteil und reine Naturgärten konnten alle Teilnehmer einen Eindruck von der Vielfalt gewinnen.

    Auf diese ging auch Schneider in seiner Rede ein. Doch nicht nur wie unterschiedlich sich die Gärten präsentieren – auch die herausragende Qualität habe begeistert. Diese naturnah gestalteten Gärten, gleich ob es sich um einen kleinen Hausgarten im Neubaugebiet, den Naturgarten im Außenbereich oder den ökologisch orientierten Naturgarten mit dominierendem Nutzgarten handelt, diese Naturgärten seien sehenswert – vor allem aber hätten sie Vorbildcharakter, da sie die Natur nicht belasten, sondern unterstützten.

    Zu viel Ordnung und Sauberkeit

    Leider gebe es nicht wenige Menschen, deren großes Bedürfnis nach Sauberkeit und Ordnung sich auch im Garten wiederfinde. Sterile, monotone Grünflächen, Hecken aus exotischem Gehölz und großflächige Versiegelungen widersprächen aber gänzlich den Bedürfnissen der Tierwelt, die hier weder Nahrung noch Unterschlupf finden, so Schneider.

    Gerade deshalb sei es so wichtig, die Werbetrommel für die naturnahe Gartengestaltung zu rühren und dies sei auch die Motivation des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege für diesen Wettbewerb gewesen. „Wir wollen noch mehr Menschen von der Notwendigkeit natürlicher Gärten und deren Vorteile überzeugen“, betonte der Vorsitzende.

    Die Gärtnerinnen und Gärtner, die an diesem Abend zusammengekommen sind, einte vor allem genau dies. Deshalb wurden sie vom Kreisverband mit einer Plakette ausgezeichnet und mit einer Staudenpflanze beschenkt. Vor allem aber entsponnen sich angeregte Gespräche unter den Gleichgesinnten in einer wunderbaren Atmosphäre. Denn der großzügige Garten der Familie Kamlott bot nicht nur ausreichend Platz, sondern bei einem Rundgang konnte man sich Tipps, Tricks und Ideen bei dem versierten Gärtnerehepaar abholen. Nicht zuletzt sorgten natürlich auch das schöne Wetter und die angebotene Brotzeit dafür, dass die Prämierung einen gelungenen Abschluss fand.

    Silke und Dirk Kamlott hatten sich nicht nur am Wettbewerb beteiligt, sondern fungierten an diesem Abend auch als Gastgeber. Ihr weitläufiger Garten bot eine wundervolle Kulisse für die Prämierung der Teilnehmer. Unser Bild zeigt das Ehepaar zusammen mit Johannes Bayer (links), Guntram Ulsamer und Birgit Baier (rechts). Foto: Rudi Brantner

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