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    SAND

    Eine Reise durch die Zeit und um die Welt

    Mit einer bombastischen Show feierte das Blasorchester Sand seine Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre House of Music“. Die zweitägige Veranstaltung war am Wochenende komplett ausverkauft, wobei sich am Sonntag auch die Lokalprominenz ein Stelldichein gab, angeführt von Landrat Wilhelm Schneider und dem Hausherren, Bürgermeister Bernhard Ruß. Insgesamt über 900 Zuschauer hatten das Glück, eine Karte ergattern zu können, zu dem musikalischen Ereignis der Spitzenklasse in der Sander Sport- und Kulturhalle.

    Eine Reise durch die Zeit und um die Welt präsentierten die über 50 Musiker, die das vergangene Jahrzehnt Revue passieren ließen. Ein Ohrenschmaus war das Blasorchester, ergänzt durch die Gastmusiker Christian Scherdel am E-Bass und Ertfried Bäumel mit seiner E-Gitarre. In der prächtig geschmückten Halle, ergänzt durch ausgefeilte Lichttechnik, hatte auch ein junger Mann seine Premiere als Sänger. Lukas Atzmüller stand das erste Mal vor Publikum und gab „Fields of Gold“ von Sting sehr gut wieder.

    Sänger aus den eigenen Reihen

    Überhaupt sind die Sander stolz darauf, dass sämtliche Sänger aus ihren eigenen Reihen kommen. Fast alle Stücke in dem rund dreistündigen Programm präsentierte das BOS mit Gesang. Ordentlich was auf die Ohren bekam das Publikum auch von Nico Atzmüller, der mit Bon Jovis „It's my Live“ die Sporthalle zum Beben brachte.

    Auch dem Nachwuchs wurde die Möglichkeit gegeben, einem breiten Publikum sein Können zu zeigen. Die 13 Mädchen und Buben unter der Leitung ihres Dirigenten Mathias Mitrach bekamen viel Applaus für ihre Darbietungen. Für viele von ihnen war es der erste Auftritt vor so vielen Zuschauern. Jugendleiterin Anna-Lena Ebner erklärte, dass die Kinder schon frühzeitig in das Vereinsleben mit eingebunden werden. So durften die Jüngsten im Jahr 2017 das Frühjahrskonzert des Blasorchesters moderieren.

    Charmante Moderatorin

    Der Jubiläumsabend wurde von Ann-Christin Wicht moderiert, die charmant durchs Programm führte. Auch einige Anekdoten aus zehn Jahren „House of Music“ wurden zum Besten gegeben. Da gab es zum Beispiel die Geschichte, als vor acht Jahren das Motto „American Way of Live“ hieß. Ein Rocker stellte damals seine prächtige Harley Davidson für die Musikshow zur Verfügung, bat aber darum, dass sein Name nicht genannt wird. Seine Kumpels sollten nämlich nicht erfahren, dass er ein großer Blasmusik-Fan ist.

    Zurück in die 1980er Jahre versetzte Rainer Mahr in stilechter Verkleidung die Zuschauer. Mit einem Medley – unter anderem bestehend aus „Skandal im Sperrbezirk“ und „Sternenhimmel“ – stieg die Stimmung auf den Höhepunkt, wobei die Zuschauer beim letztgenannten Lied mit Wunderkerzen ein stimmungsvolles Bild boten. Der Bruder des Sängers, Jürgen Mahr, ließ es dagegen etwas zünftiger angehen.

    „Ham kummst“, im Original von den Österreichern „Seiler und Speer“, wurde aber ebenfalls sehr begeistert von der ganzen Halle aufgenommen.

    Stehender Applaus und Zugaben

    „Ein Kompliment“ an das Publikum für seine jahrelange Treue zum „House of Music“ sang Florian Rückert, der sonst am Schlagzeug sein Zuhause hat. So richtig rockig wurde es noch mal mit dem Song „Smoke on the Water“, den Dirigent Thomas Nees arrangierte und Daniel Meier perfekt vortrug.

    Mit stehendem Applaus forderte die ganze Halle zum Schluss der Show noch eine Zugabe, die die engagierten Musiker freilich bereitwillig gaben.

    In den Pausen konnten noch mal alle bisherigen Veranstaltungen im Bild bei einer Ausstellung nacherlebt werden. Ein lebensgroßer Elvis Presley war dabei der Hingucker schlechthin. Vorsitzender Manuel Klauer bedankte sich bei den über 70 Ehrenamtlichen, die musikalisch mitwirkten oder an dem dreitägigen Aufbau beteiligt gewesen waren. Bei der Aftershow-Party konnten sich die Helfer erholen. Mit der jungen Sander Akustik-Band „SaitenSprung“ mit Daniel Meier, Dominik Wicht und Franziska Höfner, feierten alle das erfolgreiche Jubiläum fröhlich bis tief in die Nacht.

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