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    NEUBRUNN

    Eine weitere Frau hat ihren Hut in den Ring geworfen

    Lilo Stubenrauch (Zweite von links) wurde einstimmig zur CSU-Bürgermeisterkandidatin der Gemeinde Kirchlauter gewählt – hier mit stellvertretendem CSU-Kreisvorsitzenden Holger Baunacher (links) sowie Staatsministerin Dorothee Bär und stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Heidi Müller-Gärtner (von rechts). Foto: Günther Geiling

    Liselotte Stubenrauch ist die Bürgermeisterkandidatin des CSU-Ortsverbandes Neubrunn-Kirchlauter. „Unsere Gemeinde steht gut da und dafür werde ich mich auch weiterhin einsetzen. Ich möchte als Bürgermeisterin den Menschen unserer Gemeinde dienen mit der gleichen Ausdauer, die ich bei meinen bisherigen Arbeitgebern an den Tag gelegt habe. Die Vereine aller Ortschaften zu unterstützen, ist eine wichtige Aufgabe. Sie sind das Kapital unserer Gemeinde.“ Liselotte Stubenrauch erhielt auf der Nominierungsversammlung alle abgegebenen Stimmen und wurde als Kandidatin für die Kommunalwahl im März 2020 berufen.

    Die Versammlung stieß auf großes Interesse unter den Bürgern, denn 65 Frauen und Männer waren zu Veranstaltung in den Hof der Gastwirtschaft Morgenroth gekommen, darunter die 18 wahlberechtigten Mitglieder aus dem CSU-Ortsverband. Staatsministerin Dorothee Bär stellte fest, dass Lilo Stubenrauch im Landkreis Haßberge nun bereits die zweite Dame nach Heidi Müller-Gärtner aus Maroldsweisach sei, die das Amt der Bürgermeisterin anstrebe.

    Die CSU-Ortsvorsitzende stellte sich vor. Sie ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und ihre Berufsausbildung bei der „Fränkischen“ begonnen, sich dann zur Wirtschaftsfachwirtin weitergebildet und ist nun bei der Sparkasse in Ebelsbach beschäftigt. Sie sei schon mit 15 Jahren in die Junge Union eingetreten und im Mai 2017 zur Ortsvorsitzenden der CSU gewählt worden. Dieses Amt übe sie mit Begeisterung aus.

    Für den Gemeinderat habe sie erstmals 1996 kandidiert und wurde erste Nachrückerin auf der CSU-Liste. „Bei der Wahl 2002 schaffte ich dann den Sprung in den Gemeinderat und durfte in diesem Gremium unter Peter Kirchner eine Periode die Geschicke der Gemeinde begleiten.“ Bei der Kommunalwahl 2014 habe ihr aber das Hare-Niemeyer-Verfahren einen Strich durch die Rechnung gemacht, erneut in das Gremium einzuziehen. „Ich bin aber trotzdem immer auf dem Laufenden, was die Belange der Gemeinde betrifft. Es interessiert mich, was in unserer Gemeinde ansteht und ich möchte gerne die Geschicke in die Hand nehmen.“

    Auch in den Vereinen sei sie immer sehr aktiv gewesen, zeigte sie mit Verweis auf ihre Vorstandsfunktionen beim Obst- und Gartenbauverein, im Kirchenvorstand von Dörflis, als Lektorin in Neubrunn oder auch in der Dorfgemeinschaft Neubrunn und als aktive Sängerin im Freizeitchor von Neubrunn auf. „Wir können stolz sein, so viele aktive Vereine und Gruppierungen zu haben. Das stärkt das soziale Miteinander“, meinte sie dazu.

    Bei ihrem Blick in die Zukunft sah sie es als wichtiges Anliegen an, die Ortschaften attraktiv für junge Familien zu machen, damit die Schule und die Kindergärten erhalten werden könnten. Dazu müsse man neue Ansätze finden, um die Dorfkerne zu beleben. „Es tut mir in der Seele weh, dass in Neubrunn die beiden geschichtsträchtigen Häuser gegenüber der Schule weitgehend leerstehen. Genauso wichtig ist es, die Baugebiete weiter zu erschließen. Nur so haben wir die Möglichkeit, weiter zu wachsen.“ Es müssten aber auch die Nahversorgung ausgebaut und die Gewerbebetriebe unterstützt werden. Die Bewahrung der Natur werde durch den OGV gut praktiziert.

    Lilo Stubenrauch ging auch auf die Frage Bürgermeister im Haupt- oder Ehrenamt ein, welche der jetzige Bürgermeister im September noch im Gemeinderat zur Abstimmung bringen wolle. „Die CSU-Gemeinderäte sind nach wie vor der Meinung, dass ein hauptamtlicher Bürgermeister die Gemeinde besser vertreten kann.“ Als es damals bei Bürgermeister Peter Kirchner um die Abstimmung ging, sei aus SPD-Kreisen vom finanziellen Untergang der Gemeinde Kirchlauter gesprochen worden. „Die Gemeinde Kirchlauter steht aber auch heute noch hervorragend da mit der geringsten Pro-Kopf-Verschuldung im ganzen Landkreis und ist sogar schuldenfrei. Meine Entscheidung, für dieses Amt zu kandidieren, ist unabhängig vom künftigen Dienstverhältnis gefallen.“ Sie freue sich auf die Aufgabe und bat dann um Unterstützung bei der Nominierung und natürlich auch bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr. Großer Beifall und ein einmütiges Votum bestärkten die Kandidatin auf ihrem Weg. (wos)

    Bearbeitet von Wolfgang Sandler

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