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    Obertheres

    Einfach so: In Untertheres werden die Grundstücke immer größer

    Der Autobahnlärm ist nach wie vor ein Thema in Theres. Foto: Ulrike Langer

    Der Gemeinderat Theres hatte nicht in seiner vergangenen Sitzung keine einfachen Themen zu bearbeiten. Unter anderem wurde der Bebauungsplan "Sonnenleite" geändert.

    Soll im Wohngebiet "Sonnenleite" eine Erhöhung der Geschosshöhe auf  zwei Vollgeschosse erlaubt werden oder nicht? Dies war eines der Themen, worüber der Gemeinderat kürzlich im neuen Feuerwehrhaus Obertheres diskutierte.

    35 Anlieger wurden angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten. 21 Anschreiben wurden erwidert. 13 Anlieger sprachen sich dafür aus, zwei Geschosse zu erlauben, sieben waren dagegen. Ein Vorschlag eines Gemeinderats lautete, bei den Häusern, die am Hang ganz oben liegen, eine zweigeschossige Bauweise zu genehmigen, da dadurch der Blick hinab ins Maintal für die anderen Bewohner nicht versperrt werde.

    Zudem würde eine weitere Bodenversiegelung durch weitere Bauten vermieden, wenn eine Gebäudeaufstockung auf zwei Geschosse erlaubt sei. Andere Stimmen aus dem Gremium fürchteten, dass es zu Beschwerden bei einer Ungleichbehandlung der Anwohner kommen könnte.

    Der Gemeinderat stimmte dagegen, dass der Bebauungsplan unter der Prämisse weiterverfolgt wird, dass eine zweigeschossige Bauweise in der "Sonnenleite" erlaubt wird. Mit zwölf zu drei Stimmen einigte man sich darauf, eine Bebauungsplanänderung im nördlichen (oberen) Bereich des Baugebiets weiter zu verfolgen. Im südlichen Teil bleibt alles beim alten.

    Der Brunnschlagweg zwischen Obertheres und Horhausen ist in einem schlechten Zustand. Besonders schlecht ist ein Teilabschnitt des Wegs. Eine Möglichkeit ist, den Weg über die Kernwegenetz-Förderung zu sanieren. Damit sind jedoch einige Hürden verbunden, wie der Grunderwerb oder der Bau von breiten Gräben. Bürgermeister Matthias Schneider will daher beim Amt für ländliche Entwicklung (ALE) nachfragen, ob auch eine Sanierung des Wegs in einzelnen Bauabschnitten gefördert wird.

    Vor allem in Untertheres sind öffentliche Flächen wie Schutzstreifen neben Wegen oder Grünflächen mit Holzlegen oder Terrassen überbaut. Die Bauten ragen teilweise in die Wege hinein. Den Vorschlag, die Flächen an die Bebauer zu verkaufen, sah Schneider kritisch.

    Er befürchtet, dass dann die als Schutzstreifen deklarierten Zonen zugebaut würden. "Dann haben wir keinen Grüngürtel mehr", fürchtete der Rathauschef. Der Gemeinderat beschloss daher mit fünf Gegenstimmen, dass Überbauten auf öffentlichem Grund bis zum 31. Dezember 2021 entfernt werden müssen. Die betroffenen Grundstückseigentümer werden angeschrieben.

    Ein Problem in allen Ortsteilen stellen überstehende Hecken dar, die teilweise bis zu einem halben Meter in den Gehweg hineingewachsen sind. "Dies kann so nicht weitergehen", lautete der Grundtenor im Gremium, das sich einstimmig dafür aussprach, dass alle Hecken bis zum 28. Februar 2021 bis auf die Grundstücksgrenze zurück geschnitten werden müssen.

    Schneider verwies darauf, dass nur zwischen dem 1. November und dem 28. Februar – außerhalb der Brutzeit von Vögeln – zurück geschnitten werden darf.

    Der Autobahnlärm ist nach wie vor ein Thema in der Gemeinde. Seitdem ein Waldstück in der Nähe der Abfahrt Obertheres entfernt wurde, sei es schlimmer geworden. EU-Recht werde in Deutschland leider nicht umgesetzt. Dies zusammen mit anderen betroffenen Kommunen vor Gericht einzuklagen sei nicht möglich, meinten einige Gemeinderäte.

    Eine Lärmschutzwand wäre wohl sinnlos, weil sie zu weit von den Fahrzeugen entfernt gebaut werden müsste. Bürgermeister Schneider will nun einen kleinen Ausschuss bilden, der sich mit der Thematik beschäftigen soll.

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