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    ELTMANN

    Eltmann: Brand im Papierlager Palm

    Das Ablöschen der letzten Glutnester erforderte einen hohen Zeitaufwand. Foto: Christian Licha

    In den frühen Morgenstunden kam es am Donnerstag aus bislang noch ungeklärter Ursache zu einem Brand in einer Papierfabrik in Eltmann. Nach der Alarmauslösung der Brandmeldeanlage gegen 6.45 Uhr wurde bei der ersten Erkundung tatsächlich ein Feuer in einem Abteil des Papierlagers festgestellt. Zwar hatte die Sprinkleranlage den Brand bereits eingedämmt, dennoch erforderte die Situation eine Erhöhung auf Alarmstufe B4.

    Mit Hilfe von firmeneigenen Radladern und Gabelstaplern wurde die große Menge an Altpapierballen ins Freie gebracht und dort noch vorhandene Glutnester abgelöscht. Über 20 Atemschutzträger kamen hierbei zum Einsatz, wie Kreisbrandmeister und Einsatzleiter Thomas Neeb berichtete. Aus dem nahegelegenen Main wurde Wasser gepumpt und mittels einer 500 Meter langen Schlauchleitung zum Betriebsgelände gefördert.

    Als Bereitstellungsraum für die Feuerwehrfahrzeuge wurde das gegenüber der Papierfabrik liegende Betriebsgelände eines Nutzfahrzeugherstellers genutzt. Nach über vier Stunden konnte der Einsatz gegen 11 Uhr beendet werden, der Betreuungs- und Verpflegungseinsatz des Roten Kreuzes dauerte anschließend noch an.

    Weshalb es zu dem Brand gekommen ist, war zunächst unklar und ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Hervorragend reagiert haben drei Arbeiter der Papierfabrik, wie Betriebsleiter Helmut Liesen gegenüber dem Bayerischen Roten Kreuz auf Anfrage mitteilte. Sie hätten den Brand entdeckt und umgehend erste Maßnahmen eingeleitet. Zudem sprang die sogenannte Sprüh- und Flutanlage in der Lagerhalle an; das ist eine automatische Löscheinrichtung, die bei einem Feuer bereits in den ersten Minuten große Mengen Wasser freisetzt, um so möglichst eine größere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Das habe nach Worten von Liesen gut funktioniert.

    Insgesamt lagern nach Angaben des Betriebsleiters mehrere Tausend Tonnen Altpapier in der betroffenen Halle. Rund 200 bis 300 Tonnen, die von dem Schwelbrand direkt betroffen waren, mussten mit einem Radlader nach draußen ins Freie gebracht und dort abgelöscht werden.

    Vor Ort waren neben der Polizei 85 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Eltmann, Ebelsbach, Limbach, Zeil, Eschenbach und Weißbrunn sowie der Werkfeuerwehr Schaeffler Eltmann. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sorgte durch ihre Mitarbeit für einen reibungslosen Ablauf, so dass insgesamt 119 Helfer von Feuerwehren, Rotem Kreuz, THW und Polizei im Einsatz waren.

    Ein Bild der Lage machte sich auch die Landkreis-Feuerwehrführung mit Kreisbrandrat Ralf Dressel und Kreisbrandinspektor Georg Pfrang an der Spitze. Das Rote Kreuz betreute die Atemschutzträger mit der Schnelleinsatzgruppe Transport II, die aus den Bereitschaften Zeil und Knetzgau besteht. Insgesamt waren rund 25 Frauen und Männer des Rettungsdienstes vertreten, die auch mit der SEG Betreuung und Verpflegung für Getränke und einen Imbiss für die Feuerwehrleute sorgte. Das Technische Hilfswerk (THW) stand ebenfalls auf dem Alarmierungsplan, musste jedoch nicht aktiv eingreifen.

     

    Über 20 Atemschutzträger kamen beim Ablöschen der Glutnester zum Einsatz. Foto: Christian Licha
    In einem Abteil dieses Papierlagers brach das Feuer aus. Foto: Christian Licha
    Die Feuerwehr Eschenbach pumpte Wasser über eine 500 Meter lange Schlauchleitung aus dem Main zum Einsatzort. Foto: Christian Licha

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