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    ELTMANN

    Eltmann: Warum die Franzosen über die Hitze lächeln

    Bierprinzessin Kerstin Friedrich (links) nahm den Bieranstich vor. Bürgermeister Michael Ziegler unterstützte. Foto: Günther Geiling

    Bei den 27. Biertagen in Eltmann herrschten am Wochenende ideale Bedingungen. Die Patrone des Bieres und des Wetters hielten ihre Hand bestens über die Stadt. Seit langem wurde aber mit einer Tradition gebrochen, dass die Bürgermeister die Fässer der drei Brauereien anzapften: Zum ersten Male eröffnete die neue Bierprinzessin des Landkreises Haßberge, Kerstin Friedrich, zusammen mit Bürgermeister Michael Ziegler das Stadtfest. Da gehörte es natürlich dazu, dass sie den Bieranstich vornahm.

    Vom alten Saumarkt am Ende der Schottengasse zog die Stadtkapelle mit den Ehrengästen und Vertreterinnen des Fremdenverkehrsvereins hinauf in die gute Stube von Eltmann, wo schon alles für die Biertage gerichtet war. Bürgermeister Michael Ziegler hieß Landrat Wilhelm Schneider und die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden willkommen, begrüßte aber ganz besonders Bürgermeister Jean-Michel Catelinois mit einer 32-köpfigen Gruppe aus der Partnerstadt Saint-Paul-Chateaux aus dem südfranzösischen Departement Drome, mit der die Wallburgstadt seit vielen Jahren intensive Kontakte unterhalte.

    Der Bürgermeister hilft sofort

    Der dortige Bürgermeister berichtete, dass man in der Heimat derzeit 40 Grad Hitze habe, worauf Bürgermeister Michael Ziegler die 30 Grad von Eltmann entsprechend dem Logo „Hier in Eltmann beginnt der Süden“ hervorhob. Höchste Zeit, dass das erste Fass Bier angezapft wurde – aus einem Holzfass von „Weiss Rössl-Bräu“. Bierprinzessin Kerstin Friedrich setzte mit dem Schlegel so an, dass das Bier aus dem Hahn schoss. Aber es fehlte unter dem Hahn der Krug. Bürgermeister Michael Ziegler griff helfend ein.

    Das Freibier schmeckte den Gästen sichtlich – und das galt für alle Biere der drei Brauereien. Namens der Eschenbacher Wagnerbräu ließ Graf Arco von „Arco-Bräu“ Grüße übermitteln und für Weiss-Rössl-Bräu aus Roßstadt und Roppelt-Bräu aus Trossenfurt standen ebenfalls die Braumeister parat. Bürgermeister Michael Ziegler dankte den Vereinen, die in diesem Jahr die Organisation des großen Stadtfestes übernommen haben und wünschte dem Fest einen guten Verlauf.

    Der Nachwuchs steht bereit

    Plötzlich meldete sich neben ihm der junge Jakob Rumpel zu Wort und meinte: „Es kann doch nicht sein, dass sich in Eltmann keine Vereine mehr finden, um die Biertage abzuhalten. Führt euch unser Bier zu Mund, jetzt und in der letzten Stund.“ Wer übernehmen sollte, wäre für ihn keine Frage und er wäre selbst dazu bereit. „Der Nachwuchs steht also schon in den Startlöchern“, deutete der Bürgermeister den überraschenden Auftritt des Jugendlichen aus der Trachtengruppe des Obst- und Gartenbauvereins an.

    War Jakob Rumpel wohl angeregt worden durch die vier gewählten Mitglieder des Jugend-Stadtparlaments aus St.-Paul-Trois-Chateaux? Die zwölfjährigen Lucas und Tom sowie die elfjährige Gabrielle und die zehnjährige Marion waren mit der Delegation aus Frankreich angereist. Für sie wären die Biertage eigentlich noch gar nichts, aber am Sonntagnachmittag wurde im Rahmen dieses Festes der Platz an der Landrichter-Kummer-Straße als Platz „Saint Paul Chateux“ benannt – bei der Zeremonie sollten die Jugendlichen dabei sein. Sie pflegen seit Jahren einen Schüleraustausch mit der Wallburg-Realschule Eltmann.

    Die Gäste fühlten sich wohl

    Die Biertage waren an beiden Tagen gut besucht und gingen friedlich über die Bühne, wobei die Gäste bei guter Musik am Samstagabend eine herrliche Sommernacht erlebten.

    Aber auch am Sonntag sorgten Kapellen für gute Stimmung, auch die Kinder und Jugendlichen hatten ihre Freude beim Kasperltheater.

    Der Festzug, angeführt von den Ehrengästen, ist bei den Eltmanner Biertagen eine beliebte Tradition. Foto: Günther Geiling
    Gute Stimmung herrschte bei den Besuchern der Eltmanner Biertage am vergangenen Wochenende. Foto: Günther Geiling

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