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    ELTMANN

    Eltmanner Stadtrat spricht über Schwimmbad-Frage

    Eine Sanierung des Freibades beschäftigt den Eltmanner Stadtrat seit Jahren. Ob daraus ein Kombibad wird oder ob in der Nachbarschaft ein Hallenbad entstehen soll, in diese Diskussion will Bürgermeister Michael Ziegler erst einsteigen, wenn Kostenschätzungen vorliegen. Foto: Sabine Weinbeer

    Erst wenn halbwegs belastbare Kostenschätzungen vorliegen, will Bürgermeister Michael Ziegler mit dem Stadtrat und den Gemeinderäten der gesamten ILE Lebensregion plus in die Diskussion um ein künftiges Hallenbad oder ein Kombibad im Maintal einsteigen. Seinen Stadtratsmitgliedern händigte er in der Sitzung am Mittwoch die Standortanalyse „Schwimmbad im südlichen Landkreis Haßberge“ aus, so dass sich alle auf diese Diskussion fundiert vorbereiten zu können.

    Diese war laut einer Pressemitteilung der Stadt Zeil zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoll sei, das Eltmanner Freibad zum Kombibad mit Innen- und Außenbereich umzubauen. So könne nach der Schließung des Zeiler Hallenbades ein neuer Ort zum Schwimmen im Maintal geschaffen werden.

    Bevölkerung für „Kombibad“

    „Positiv überrascht“ zeigte sich Eltmanns dritter Bürgermeister Peter Klein von der Tatsache, dass die Eltmanner Bevölkerung das Thema „Kombibad“ mit Standort in Eltmann durchaus positiv aufgefasst habe. Was ein solches Bad kosten würde, wie es finanziert werden kann, welche öffentlichen Gelder es geben wird, das alles sei aber grundlegend für eine Entscheidungsfindung in den Gremien, so Bürgermeister Michael Ziegler.

    Ob eine Kommune von übergeordneter Stelle zu irgendetwas verpflichtet werden könne, wollte Stadträtin Julia Müller wissen. Dazu erklärte der Bürgermeister, dass die Bäderfrage eine typische Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung sei. Neben einer Kostenermittlung für das bereits seit einiger Zeit in der Öffentlichkeit diskutierte „Kombibad“ wünschte sich Wolfgang Brühl alternative Kostenermittlungen für ein Hallenbad und die Sanierung des Freibades als Einzelmaßnahmen. Das sagte Michael Ziegler zu. Er werde mit anderen im November die weltweit größte Fachmesse für Bäder in Köln besuchen, um sich aktuell über die Möglichkeiten zu informieren.

    Die Standortanalyse kommt zu dem Schluss, dass auf jeden Fall mindestens ein Hallenbad als Ersatz für Zeil nötig ist. Vor allem die Schulen haben großen Bedarf, aber auch die verschiedensten Gruppen von der Rheumaliga bis zu Sportvereinen, vor allem auch die Wasserwacht, die Schwimmkurse anbietet, aber auch Rettungsschwimmer und Rettungstaucher ausbildet. Die Analyse stellt dem Standort Eltmann ein gutes Zeugnis aus, zumal sich hier ein großer Schulstandort befindet und eine hohe Identifikation mit dem bestehenden Freibad besteht.

    Entspannte Finanzlage

    Die Finanzlage Eltmanns ist nach wie vor entspannt, wie der Zwischenbericht zum dritten Quartal auswies, der in der gleichen Sitzung vorgelegt wurde, dennoch kann Eltmann ohne Zuschüsse schon sein Freibad nicht grundlegend sanieren – ein Kombi- oder Hallenbad geht ohne staatliche Zuschüsse und Beteiligung umliegender Kommunen und des Kreises schon gar nicht.

    Kämmerer Ernst Rippstein zeigte in seinem Bericht auf, dass die Gewerbesteuereinnahmen trotz einiger Rückzahlungen ebenso im Soll liegen wie die Einkommensteuerbeteiligung. Der im Haushalt vorgesehene Kreditrahmen wird wohl nicht in Anspruch genommen werden müssen, da vermutlich nicht einmal drei Viertel der geplanten Investitionsausgaben realisiert werden können. Das hat allerdings auch einen positiven Effekt: Die Schulden Eltmanns werden zum Jahresende weiter sinken.

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