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    HAßFURT

    England gehört in manchen Familien schon zur Tradition

    Die Schüler mit ihren Partnern und die beiden Direktoren (links) in der Bancroft?s School. Foto: Sandra Strätz

    Elf Zehnt- und drei Neuntklässler des Regiomontanus-Gymnasiums (RMG) machten sich im März dieses Jahres auf nach Woodford, einem Vorort von London, und stürzten sich in das Abenteuer „Schüleraustausch“, heißt es in einer Pressemitteilung der Partnerlehrerin Sandra Strätz vom Haßfurter Gymnasium.

    Dank der Initiative des bereits verstorbenen Pädagogen Dr. Karl Neubert, der 1979 an einem mehrwöchigen Lehreraustausch teilnahm und so die Bancroft?s School kennenlernte, etablierte sich dieser Schüleraustausch bereits vor 40 Jahren und manche der RMG-Schüler führen mit ihrer Teilnahme am Englandaustausch bereits eine Familientradition fort.

    Das vierzigjährige Jubiläum in diesem Schuljahr wurde von beiden Schulen im Rahmen der jeweiligen Austauschprogramme gebührend gefeiert. So begleitete der Schulleiter des Regiomontanus-Gymnasiums, OStD Max Bauer, zunächst die deutschen Schüler im März nach London. Dort fand neben den üblichen Aktivitäten des Austauschs wie zum Beispiel zahlreichen Unterrichtsbesuchen, Ausflügen nach Cambridge und in die Londoner Innenstadt an einem Abend ein offizielles Dinner im Empfangsraum der englischen Partnerschule mit Sektempfang und Dreigängemenü statt, an dem OStD Bauer und der Schulleiter der Bancroft?s School, Simon Marshall, und den Austausch begleitende Lehrer der Gegenwart und Vergangenheit teilnahmen. Beide Schulleiter betonten in diesem Rahmen in ihren Festreden die Bedeutung von Schüleraustauschprogrammen als Möglichkeit, in eine andere Welt einzutauchen, eine andere Kultur und Menschen hautnah kennenzulernen und somit Vorurteile abbauen zu können. Auch die Motivation für den weiteren Spracherwerb der Schüler dürfe nicht unterschätzt werden.

    Die Atmosphäre war nicht nur während des Dinners äußerst freundlich und entspannt, sondern für die Dauer des gesamten Austauschs. Schüler, Gasteltern, Lehrer und besonders die beiden Direktoren verstanden sich ausgezeichnet. Dies zeigte sich auch beim Gegenbesuch der „Bancroftler“ in Haßfurt, als sich Max Bauer als besonders zuvorkommender Gastgeber erwies, indem er Simon Marshall nicht nur in der Schule empfing, sondern ihm Land und Leute bei Ausflügen nach Volkach in die Weinberge und bei einer Kneipentour in die Bierstadt Bamberg näherbrachte.

    Den Höhepunkt des Aufenthalts in Haßfurt stellte ein weiteres festliches Abendessen dar, dieses Mal jedoch im Regiomontanus-Gymnasium. Dabei hatten die Gäste aus London die Gelegenheit, mithilfe einer von Oberstudienrätin Strätz und ihren deutschen Austauschschülern erstellte Dokumentation aus zahlreichen Fotos und Zeitungsberichten in 40 Jahre Austauschgeschichte zwischen dem Regiomontanus-Gymnasium und der Bancroft?s School einzutauchen.

    In seiner Rede beim Dinner betonte Schulleiter Simon Marshall die Bedeutung des Austausches zwischen beiden Schulen, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Brexit-Problematik. Er erhoffe sich und freue sich auf viele weitere Jahre des Austausches. Dem konnte sich das Kollegium aus Haßfurt nur anschließen. (wos)

    Bearbeitet von Wolfgang Sandler

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