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    HAßFURT

    Fast 2000 Veranstaltungen im Jahr

    Zum 35-jährigen „Dienstjubiläum“ bei der VHS Haßberge dankten Geschäftsführer Holger Weininger (links) und Vorsitzender Holger Baunacher (rechts) der Leiterin des UBIZ Bettina Stroh und dem pädagogischen Mitarbeiter Bernhard Schurig. Foto: Sabine Weinbeer

    Rein rechnerisch besuchen 60 Prozent der Landkreisbürger einmal im Jahr eine Veranstaltung der Landkreis-VHS. Das geht aus den Zahlen hervor, die Holger Baunacher als Vorsitzender und Holger Weiniger als Geschäftsführer am Mittwoch der Mitgliederversammlung vorlegten. Getragen wird die Landkreis-VHS vom Kreis und den Kommunen, die Bürgermeister waren zur Mitgliederversammlung geladen.

    52000 Teilnehmer

    1913 Veranstaltungen gab es im letzten Jahr in Haßfurt und den Außenstellen, über 52 000 Teilnehmer wurden in 10 983 Doppelstunden gezählt. Diese Doppelstunden sind die maßgebliche Größe für den staatlichen Zuschuss für die Erwachsenenbildung. Die Besucherzahlen schwanken etwas, „das kommt auch darauf an, ob es größere Ausstellungen oder Konzerte gegeben hat“, so Baunacher. Die VHS erweise sich weiterhin als der Partner der Kommunen in allen Belangen der Weiterbildung, unterstrich der Vorsitzende.

    Qualitätssiegel für UBIZ

    Zur Landkreis-VHS gehören auch das UBIZ und die Energieberatung. Das Umweltbildungszentrum hat 2017 zum fünften Mal in Folge das Qualitätssiegel des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz erhalten. Die vom UBIZ entwickelte Fibel „Feiern mit Zukunft“ wurde wegen der deutschlandweit großen Resonanz nachgedruckt und hat jetzt sogar ein Vorwort der Ministerin. Das Netzwerk wurde verdichtet mit der Universität Bamberg, dem Lehrgarten der Universität Würzburg und den Bibliotheken des Landkreises. Ein herausragendes Projekt war das Bilderbuch „Rosalie und das Rotkehlchen“ gemeinsam mit der Grundschule Trossenfurt.

    Als Projekte 2918 wurden begonnen „Step up 4 the Planet“ zum Thema Nachhaltigkeit. Dieses soll dargestellt werden durch eine Posteraktion griffigen Slogans, einem Tanz für einen Flashmob, durch Upcycling und einen Blog. Das zweite Projekt heißt „Kunstwerk Zukunft“, dabei geht es um das globale Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie. Beide Projekte wenden sich an Jugendliche.

    Beratung in Sachen E-Mobilität

    190 Mal wurde die Energieberatung in Anspruch genommen, meist telefonisch. Ein wesentlicher Schwerpunkt war die Elektromobilität für Privatkunden. Im November konnte die Energieberatung ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Immer wieder neuen Anforderungen muss sich das Zak-Projekt stellen, das sich im Auftrag der VHS um gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten kümmert. Durchschnittlich 42 Arbeitsgelegenheiten pro Monat wurden betreut, meist bei Mitgliedsgemeinden und in Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt oder in Sozialen Diensten. Dazu kamen 38 301 gemeinnützige Arbeitsstunden, die Landkreisbürger abzuleisten hatten.

    In Kooperation mit dem Landratsamt wurden außerdem sechs Einsatzstellen für Flüchtlings-Integrationsmaßnahmen eingerichtet mit 2668 Arbeitsstunden. Um hier weitere Arbeitsgelegenheiten zu schaffen läuft noch im Juni das Pilotprojekt „AGH mobil“ an, in dem die Teilnehmer von Haßfurt in die Bauhöfe nach Wonfurt, Knetzgau und Oberaurach gebracht und abends abgeholt werden. Wenn sich das bewährt, soll der Fahrdienst ab Herbst auf weitere Regionen des Landkreises ausgedehnt werden. Außerdem organisierte Zak Bewerbungscoaching für 23 Personen, die ALG-II beziehen und sieben Privatpersonen, berieten zur Bildungsprämie und betreuten Bundesprogramme für Langzeitarbeitslose.

    Integrations- und Sprachkurse

    Neu sind seit einigen Jahren die BAMF-Integrationskurse für Flüchtlinge und EU-Bürger. 2017 waren es acht Kurse, von denen sechs mittlerweile beendet sind, 2018 kam nur ein weitere Kurs hinzu, weil kaum noch Flüchtlinge nachkommen. Insgesamt haben 160 Teilnehmer diese Kurse durchlaufen, neben e Flüchtlingen auch immer mehr EU-Bürger, die für ihre Aufenthaltsgenehmigung einen erfolgreich Abgeschlossenen Integrationskurs nachweisen müssen. Die Kurse enden mit dem „Deutschtest für Zuwanderer“ mit dem Niveau A2/B1 und der Prüfung „Leben in Deutschland“. „Unsere Bestehensquote liegt bei knapp 50 Prozent im Vergleich zu 34 Prozent im Bundesdurchschnitt“, zeigte sich Baunacher sehr zufrieden.

    In der Landkreis VHS gibt es Außenstellen, bisher zudem das VBW Königsberg und die VHS Haßfurt. Da Königsberg und Haßfurt fusionierten, musste jetzt die Satzung angepasst werden, was die Versammlung einstimmig tat. Auch einige Personalveränderungen gab es dadurch. Als Vertreter der Kommunen wurden die Bürgermeister Helmut Dietz aus Untermerzbach und Matthias Bäuerlein aus Rauhenebrach in den Vorstand gewählt, Helmut Dietz wurde gleichzeitig mit dem Amt des zweiten Vorsitzenden betraut. Neue Vertreterin der Außenstellen im Vorstand ist jetzt Sonja Liebenstein aus Eichelsdorf.

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