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    EBELSBACH

    Ferienzirkus: Kinder sind die Stars in der Manege

    Es ist angerichtet, die Vorstellung kann beginnen: Wenn an diesem Samstag um 18 Uhr auf der Ebelsbacher „Ochsenwiese“ das Startsignal „Manege frei“ ertönt, dann dürfen sich die Besucher zwei Stunden lang vor allem auf ganz viele Artisten freuen. Immerhin haben sich Direktor André Lauenburger, Ehefrau Nadine, die Kinder Manoel, Chiara, Charlize und Marvin sowie Mutter Marga und Schwester Anja vom „Circus Julius Lauenburger“ gleich 36-fache Verstärkung geholt.

    Jonglieren mit Tüchern

    Wie das? Grund ist wieder einmal das im Jahr 2008 gestartete Projekt „Zirkus macht Schule“, welches sich seit sieben Jahren auch in den Ferien großer Beliebtheit erfreut. Seit Anfang der Woche wird unter den Augen und der Anleitung der „Profis“ jongliert, balanciert, auf dem Trampolin gesprungen oder es werden Menschentürme errichtet. Auch Marlene ist mit ihrer Freundin Pia konzentriert bei ihrer Übung – dem Jonglieren mit farbigen Tüchern. Und für sie dürfte der Auftritt am Samstagabend kein großes Problem darstellen, denn sie schnupperte bereits einmal bei einer anderen Ferienbetreuung Zirkusluft.

    Zwar brachte sie damals als Clown die Zuschauer zum Lachen, doch auch die Tücher sollten kein Hindernis für die Elfjährige darstellen. Doch sie gibt zu: „Ein bisschen aufgeregt bin ich schon.“ Tatsache ist aber: „Zirkus macht mehr Spaß als Computer.“

    Recht bekommt sie von Sonora aus Steinbach, die mit Hilfe von Lani langsam über eine gespannte „Slackline“ läuft und dabei einen Reifen um ihren Arm dreht. Ihr gefällt einfach „alles“, sagt die Achtjährige und strahlt. Sie bringt ebenso schon Erfahrung mit, schließlich nahm sie schon einmal in der Ebelsbacher Grundschule an einem Projekt teil. Sie würde das anstrengende Zirkusleben sogar dem Faulenzen am Strand vorziehen.

    Und die Vorfreude auf die Aufführung ist groß, wenn neben ihren Eltern auch andere Verwandte zuschauen und applaudieren. Mal schauen, ob ihr jetziger Wunsch nach einer Karriere in einem Zirkus später einmal Wirklichkeit wird. Für André Lauenburger sind diese Schul- und Ferienprojekte nach wie vor immens wichtig. Auf der einen Seite natürlich für seinen Familienbetrieb, denn zu normalen Vorstellungen würden Stühle leider oftmals leer bleiben.

    Vorrangig sei aber nach wie vor, den Kindern und Jugendlichen Bewegung zu vermitteln. „Sportlichkeit, Motorik oder Konzentration lassen leider immer öfter nach“, stellt der 43-Jährige fest. Er möchte Smartphone und Computerspiele zwar nicht verteufeln, doch es sei „sehr wichtig“, durch derartige Aktionen sinnvolle und lustige Alternativen aufzuzeigen. Dabei gehe es für ihn, seine Frau Nadine und die Kinder, die bei Schul- und Ferienaktionen ebenso fest als Trainer im Einsatz sind, keineswegs nur entspannend zu. Anstrengung wird ein immer größerer Faktor, nachdem „vor allem die Konzentration der Kinder immer schneller nachlässt. Man muss immer wieder Pausen einlegen.“

    Ein Sache zu Ende bringen

    Lauenburger hält aber genau diesen Aspekt für wichtig. „Es ist wichtig, dass die Kinder es lernen, sich länger mit einer Sache zu beschäftigen und diese zu Ende zu bringen.“ Der Eintritt für Erwachsene beträgt bei der besonderen Aufführung zehn Euro, Kinder zahlen acht.

    In den Sommerferien gibt es für Kinder derweil noch einmal in Haßfurt die Möglichkeit, Kunststücke unter Kuppel einzustudieren. Von Montag, 27., bis Freitag, 31. August, gastiert der „Circus Julius Lauenburger“ fünf Tage lang auf dem Festplatz am Gries. Die Aktion findet jeweils von 14 bis 17 Uhr statt. Anmeldungen sind bei der Stadt Haßfurt möglich oder direkt bei André Lauenburger unter Tel. (0 176) 72 31 89 26.

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