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    Steinsfeld

    Festgottesdienst in der Pfarrei Steinsfeld

    Der hl. Sebastian ist der Patron der Pfarrei Steinsfeld. Dieses Patrozinium wurde kürzlich in Steinsfeld  mit einem Festgottesdienst gefeiert. Foto: Gerd Bach

    Der hl. Sebastian ist der Patron der Pfarrei Steinsfeld. Dieses Patrozinium wurde in Steinsfeld kürzlich mit einem Festgottesdienst gefeiert. Ruhestandspfarrer Siegfried Vogt aus Westheim feierte den Gottesdienst mit Diakon Michael Nowak als Konzelebrant und spendete im Anschluss an den Gottesdienst den Sebastianisegen, heißt es in einer Pressemitteilung.

    In der Festpredigt ging Pfarrer Vogt zuerst auf den Kirchenpatron St. Sebastian ein. Wo von vielen Heiligen heute nur noch ein undeutliches Bild erhalten sei, kenne man den Lebenslauf von St. Sebastian gut. Es gebe nicht nur prominente Träger seines Namens (Johann Sebastian Bach,  Sebastian Kneipp, Sebastian Vettel), sondern auch 16 Seiten im Internet mit deutschen Sebastians-Pfarreien. Allein in der Diözese Würzburg gebe es circa 20 Sebastians-Patronate.

    Als Befehlshaber der Prätorianergarde, der Leibgarde des Kaisers Diokletian, bekannte er sich öffentlich zum damals verfolgten Christentum, wurde zum Tod verurteilt und von numidischen Bogenschützen exekutiert.

    Man hielt ihn für tot, er überlebte jedoch und wurde gesund gepflegt. Sebastian war aber nicht nur nicht tot – er war nicht einmal mundtot gemacht durch Diokletians Brutalität. Er sei weiter in aller Öffentlichkeit aufgetreten und habe in schonungsloser Offenheit dem Kaiser Folter und Mord vorgehalten. Dieser ließ ihn wie einen Hund totschlagen und seinen Leichnam in die Abwasserkanäle werfen.

    Was uns das Leben von Sebastian lehrt – so Pfrarrer Vogt – könne man so auf den Punkt bringen: „Immer wieder aufstehen, immer wieder sagen: Es geht doch...“. Aufstehen gegen niederschmetternde Unmenschlichkeit, aus scheinbar hoffnungsloser Verzweiflung, nach jeder persönlichen Niederlage.

    Übertragen auf den Alltag hieße das: „Steh zu Deinem Wort. Stell Dich immer wieder auf die Seite der Menschen, die nichts zu lachen haben, auf denen andere herumtrampeln. Riskiere es, dass auch du Schrammen davon trägst.“ so Pfarrer Vogt.

    Im gut besuchten Gottesdienst sorgten Organist Udo Vogt für die musikalische Umrahmung, die Musikkapelle Steinsfeld sowie der Chor „Taktvoll“. Die Kollekte war für die Renovierung der Kirche bestimmt. Nach der 2019 abgeschlossenen Außenrenovierung gehe es in diesem Jahr im Innern weiter. Sie soll bis zum 300-jährigen Bestehen der Pfarrkirche in Steinsfeld 2022 abgeschlossen sein.

    Bearbeitet von Stefan Pompetzki

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