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    KNETZGAU

    Firma Koppitz will in Knetzgau erweitern

    Die Firma Koppitz möchte in Knetzgau eine Presse zur Brikettierung von PET-Flaschen im Gebäude der ehemaligen Spedition Ernst errichten. Die Gemeinde und die Räte erteilten dem Antrag grünes Licht. Foto: C. Reuther

    Die Firma Koppitz möchte in Knetzgau in der Klingenstraße eine Presse zur Brikettierung von PET-Flaschen im bestehenden Gebäude der ehemaligen Spedition Ernst errichten und betreiben. Dem eingereichten Antrag der Entsorgungsfirma auf Erteilung der Erlaubnis stimmte der Knetzgauer Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend nach einem kurzen Meinungsaustausch einstimmig zu. Positiv wurde der Antrag im Gremium bewertet, da bei einer kurzen Wegstrecke ein zusätzlicher Lkw-Verkehr durch den Ort vermieden werde.

    Zwei Sortierlinien

    Bürgermeister Stefan Paulus erläuterte den Sachverhalt. Bislang betreibe die Firma in der Klingenstraße eine immissionsschutzrechtlich genehmigte Anlage, in der Stoffe aus hausmüllähnlichen Abfällen durch Sortieren für den Wirtschaftskreislauf zurückgewonnen werden. Dazu zähle die Papiersortierung und die Lagerung nicht gefährlicher Abfälle. Der Antrag sehe vor, dass für die PET-Brikettierung die benachbarte Halle der ehemaligen Spedition Ernst genutzt wird. Es sei geplant, die beiden Sortierlinien zur Vorbereitung und die Brikettierpresse in zwei angrenzenden baulich getrennten Hallenbereichen unterzubringen.

    Die Kisten mit den PET-Flaschen werden von der Coca-Cola European Partners per Lastwagen auf kurzem Weg über die Straße zur Firma Koppitz geliefert. Paulus verwies auf die Arbeitsprozesse der geplanten Anlage, bei denen am Ende Briketts verladen und zu einer externen Recyclinganlage abtransportiert würden. Die Briketts würden nicht auf offenen Halden zwischengelagert.

    Der Betrieb solle in einem Drei-Schicht-System von Montag bis Freitag laufen. In Ausnahmefällen würde er mit einer zusätzlichen Schicht am Samstag erweitert. Geplant sei im Schnitt pro Woche die Pressung von 160 000 Kisten zu je zwölf Flaschen. Durch die geplante Behandlung von Kunststoffabfällen würden keine zusätzlichen erheblichen Emissionen erwartet. Staubemissionen würden ebenfalls ausgeschlossen, da die PET-Flaschen nur verpresst und nicht zerkleinert würden.

    Landratsamt am Zug

    In der Stellungnahme der Verwaltung erläuterte Bürgermeister Paulus, dass aus Sicht der Behörde dem Vorhaben zugestimmt werden könne. Die Lage am südlichen Rand des Industriegebietes „An der Siechkapelle“ lasse keine unzulässigen Immissionen im Bezug zur nächstgelegenen Wohnbebauung erwarten. Die Stellungnahme der Gemeinde wird nun weitergeleitet an das Landratsamt, das über den Antrag entscheiden muss. (cr)

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