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    HAßFURT

    Frauenbild in Abhängigkeit von Herkunft und Kultur

    Ein zeitloses Thema: Imperia, die Rolle der Frau in der zeitgenössischen Kunst. Foto: Wolfgang Aull

    Er ist ein besonderer Tag, der 8. März. 1975 erreichte er offiziell den Status als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden, so eine Mitteilung des Landratsamtes. Die Weltbevölkerung ist sich demnach einig: es darf in der Gesellschaft keine geschlechtsspezifisch unterschiedliche Behandlung von Menschen geben. Doch diese Forderung führt zu Fragen: Welche Rolle spielte die Frau in Abhängigkeit ihrer Herkunft und Kultur in der Vergangenheit, wie sieht es in der Gegenwart aus? Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Integration durch Bildung“ werden am Mittwoch, 27. März, um 19 Uhr im Zuwanderungszentrum in Haßfurt, Brüder-Becker-Straße 42, unterschiedliche Lebensmodelle vorgestellt. Anmeldungen sind erwünscht, aber nicht notwendig.

    Das Frauenbild geht historisch einher mit dem Verständnis der Frau im christlichen Glauben. Welche Rolle spielt das neue Testament, wie hat es sich in den vergangenen 2000 Jahren gewandelt, welche Hürden warten? Immer noch stehe einer Gleichbehandlung der Standpunkt gegenüber, dass unterschiedliche Aufgaben und Rollen von Frauen und Männern „keinerlei Unterordnung“ bedeuteten, sondern „gegenseitige Bereicherung“, so die Verlautbarung. Dennoch habe sich viel getan. In der Ausbildung, bei der Berufsauswahl, in der Familie; die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung mache stetig Fortschritte.

    Wie erleben die zugewanderten Frauen den hier gelebten gesellschaftlichen Konsens? Siza Zaby, hauptamtliche Integrationslotsin des Landkreises Haßberge, lässt mehrere Betroffene zu Wort kommen. Sie erzählen von eigenen Erfahrungen aus ihren Herkunftsregionen, was sie erlebt haben in Syrien, Afghanistan, Irak, Armenien und Polen, und welche Rolle die Frau bei den Kurden spielte, und wie es sich anfühlt, in Deutschland angekommen zu sein, und welchen Problemen sie gegenüberstehen. Auch wie sich die Rolle der Frau in der Familie wandelt, wenn die Umstände eine Anpassung ermöglichen und die Angebote zur Bildung allen Menschen zur Verfügung stehen. An dem Abend wird es ausreichend Raum für eine erfüllende Diskussion geben. (wos)

    Bearbeitet von Wolfgang Sandler

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