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    SAND / ZEIL

    Freie Bahn für die Narren-Züge

    Kann Fasching schöner sein? Nachdem sich auch Petrus am Sonntag von seiner allerbesten Seite zeigte und nicht als Spielverderber, machten die Gemeinde Sand und die Stadt Zeil ihrem Namen als Faschingshochburgen alle Ehre.

    Der größte Faschingsumzug der Region machte die Gemeinde Sand einmal mehr zu einer Narrenhochburg. Die Zahl der Zuschauer war nur schwer zu schätzen, denn dicht gedrängt in Dreier- und Vierer-Reihen säumten die Zuschauer die Straßen des Zugverlaufes von der Knetzgauer Straße über die Hauptstraße und Sandgasse bis zur Maingasse. Nahezu zwei Stunden dauerte es bei bestem Wetter, bis die 72 Zugnummern und übrigen dazu gestoßenen Narren an den Zuschauern vorbeigezogen waren.

    Viele Gruppen aus der Region

    Herrliche Motivwagen, wie der riesige „Papagei“ des Bacardi-Clubs, wechselten sich mit toll hergerichteten Fußgruppen, wie den „fliegenden Teppichen“ des „Scheuern-Clubs“ und vielen mehr ab.

    Auffallend war in diesem Jahr, dass sich viele Gruppen aus der ganzen Region am Sander Faschingszug beteiligten. So zum Beispiel die KJG Wonfurt, oder auch die Feuerwehr Rügheim. Die Jugend Steinsfeld, die Fliegerschule aus Eltmann, das THW und das Rote Kreuz sowie der Kindergarten St. Barbara aus Haßfurt, waren weitere Teilnehmer, denen es sichtlich Spaß machte, beim Sander Faschingszug dabei zu sein.

    Örtliche Themen

    Themenreich wie immer präsentierte sich der Sander Umzug auch in diesem Jahr. Örtliche Themen waren der Kiesabbau „Sand ist in Sand Gold wert“ der Gruppe Schneider und mit „Der Biber nagt am Bürgermeister-Thron“ auch die bevorstehende Bürgermeisterwahl.

    Überörtlich wurde zum Beispiel der Auftritt des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump mit seiner Gattin Melania glossiert und die Hebammen-Probleme in den Haßbergkliniken wurden von der Sander „Zweiten“ angesprochen und auch das geplante Museum in Haßfurt (Hermann de Vries) war Thema.

    Närrisches Tollhaus Sand

    Nach dem Faschingszug vergnügten sich besonders die Jugend und die Junggebliebenen im großen Doppel-Festzelt am Altmain, wo die Party ihre Fortsetzung fand. Es zeigte sich: Die faschingsverrückte Gemeinde Sand ist am Faschingssonntag ein Tollhaus.

    Und auch in Zeil ließen sich einige Tausend Jecken am Straßenrand nicht entgehen, was die rund 50 farbenfrohen Fußgruppen sowie festlich und aufwendig dekorierten Motivwagen Närrisches boten.

    Und wie schon in den Vorjahren auch, kamen die Clowns, Indianer, Piraten, Scheichs, Früchtchen und die vielen Gäste aus nah und fern voll auf ihre (Nicht)kosten, nachdem in Zeil nach wie vor gilt: Die „Faschingszugbeobachtungsgebühr“ beträgt null Euro.

    Natürlich wurden die unterschiedlichsten Themen auf die Schippe genommen. So beschäftigten sich die Minis der Narrenzunft mit dem Dschungel, denn der ist „viel zu klein. Da leb' ich lieber in Zeil am Main.“

    Auch Trump war Thema

    Und was ist eigentlich mit einem Fastfood-Restaurant in der Stadt? Nein, es gibt jetzt etwas Besseres: den ersten „Foodtruck“ einer Zeiler Metzgerei. Merke: „Habt der Durscht und Hunger, muss zum 'Food-Truck? kumma.“

    Gekommen war auch die Freiheitsstatue – und zwar lebendig. Aus dem nahen Schmachtenberg. Mitgebracht hatte sie auch einige mexikanische Freunde.

    Und es wurde dabei deutlich: „Eine Mauer gibt es mit uns nicht. Da kann Donald Trump jetzt solange bockig sein, wie er will!“ Ach ja: die Krumer Faschingsfreunde entführten diesmal in den Orient. Einfach zauberhaft, wie in 1000 und einer Nacht.

    Viele närrische Gast-Gruppen

    Weitere optische Glanzlichter boten die Gäste vom Knetzgauer Karnevalsverein inklusive Prinzenpaar, vom Abersfelder Laienfasching sowie vom Ebelsbacher Jugendchor, die „Silvanerfreunde“, die olympischen Gäste 4.8. aus Wonfurt, „Mainfitness“, die Kegler des „KC Hau Ruck“, die Musikbar „Underground“, die Ziegelangerer „Schoppendales“, die verschiedenen Kindergärten der Stadt und viele mehr.

    Für die passende Musik sorgte die Heimatkapelle Ziegelanger und natürlich die Stadtkapelle Zeil, die – als „Blues-Brothers“ – „im Auftrag des Meisters“ unterwegs waren.

    Ralf Naumann

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