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    BREITBRUNN

    Für Gehweg in Lußberg: Pflaster erhält Vorzug vor Asphalt

    Im Anschluss an das Feuerwehrhaus in Lußberg wird der Gehsteig nun ebenfalls gepflastert. Das beschloss der Gemeinderat ... Foto: Christian Licha

    Mit einem Ortstermin im Gemeindeteil Lußberg begann am Donnerstag die Sitzung des Gemeinderates von Breitbrunn. Bürgermeisterin Gertrud Bühl begutachtete zusammen mit dem Gremium die neu aufgestellten Geräte auf dem Spielplatz und nebenan den Zustand der Alten Schule.

    Eine längere Diskussion schloss sich bei der Fortsetzung der Sitzung im Gemeindezentrum Breitbrunn an, um eine Lösung für den noch fertigzustellenden Gehsteig neben dem Feuerwehrgerätehaus in Lußberg zu finden. Im Bereich des Anwesens Breitbrunner Straße 3b ist die Gemeinde nämlich verpflichtet, eine Gehweg-Absenkung zu erstellen. Hier stellte sich die Frage, ob der Absenkungsbereich wie bisher asphaltiert oder aber gepflastert werden soll, so, wie schon vor dem Gerätehaus der Feuerwehr geschehen.

    Farblich herausstechen

    Zweiter Bürgermeister Thomas Schlee plädierte für einen Asphaltbelag, denn die vor der Feuerwehr gepflasterte Fläche solle farblich herausstechen, damit man sehe, dass es sich hierbei um eine wichtige Einfahrt handele, die nicht zugeparkt werden dürfe. Gemeinderatsmitglied Frank Fella hingegen meinte, dass ein durchgehend gepflasterter Gehweg anschaulicher sei.

    Bei der anschließenden Abstimmung wurde schließlich mit fünf zu drei Stimmen beschlossen, die rund 100 Quadratmeter große Gehwegfläche zu pflastern. Die geschätzten Kosten für die Ausführung durch einen Fachbetrieb belaufen sich auf circa 6200 Euro.

    Mauer vor der Bauhofhalle

    Vor der neu gebauten Bauhofhalle soll eine Winkelstützmauer errichtet werden. Eine Anliegerin forderte gegenüber der Gemeinde, diese mit einer Höhe von rund einem Meter zu errichten. Bürgermeisterin Gertrud Bühl legte dem Gemeinderat eine Kostenschätzung vor, nach der das Bauwerk mit dieser Höhe etwa 5000 Euro kosten würde.

    Den Sinn einer so hohen Mauer konnte zweiter Bürgermeister Thomas Schlee nicht verstehen, denn seiner Ausführung nach bleibe der Übergang zwischen den beiden Grundstücken immer gleich. Dem pflichtete Manfred Wolf bei, denn es sei gewachsener Boden, der nicht aufgeschüttet wurde und sich somit nicht bewegen werde. Auch Thomas Bender war der Meinung, dass die ein Meter hohe Winkelstützmauer nur viel Geld kosten würde, aber keinen besonderen Nutzen bringe.

    Daraufhin fasst das Ratsgremium den einstimmigen Beschluss, die Mauer mit unbewehrten 60er Steinen und dahinter ein Kiesbett mit Drainage zu errichten. Der Böschungskopf soll neu befestigt und Neuanpflanzungen vorgenommen werden.

    Noch keinen endgültigen Bescheid konnte der Gemeinderat dem Anliegen von Anneliese Hoch erteilen. Die Nutzungsberechtigte für die Grabstätte ihres Ehemannes möchte ein zusätzliches Grabmal aufstellen lassen. Hierbei handelt es sich um einen bildhauerisch bearbeiteten Eichenholzstamm, der im oberen Bereich in Y-Form auseinandergeht. Knackpunkt der Angelegenheit war, dass die Friedhofsatzung eigentlich nur eine maximale Höhe von 120 Zentimeter vorgibt, das Kunstwerk aber 158 Zentimeter hoch sei. Außerdem solle es im vorderen Bereich des Grabes aufgestellt werden, was einige Gemeinderäte störte.

    Auf Vorschlag der Bürgermeisterin wurde dieser Tagesordnungspunkt zurückgestellt. In der kommenden Sitzung nach der Sommerpause wird es dann eine Ortseinsicht auf dem Friedhof geben, bei der ein Modell des künstlerischen Grabmals in seinen Ausmaßen am geplanten Standort begutachtet werden soll.

    In Teilprojekte gegliedert

    Aus fördertechnischen Gründen müsse die Gesamtmaßnahme „Erlebniswelt fränkischer Sandstein“, die im Steinbruch geplant ist, in einzelne, selbstständige Teilprojekte aufgegliedert werden, erklärte die Bürgermeisterin. Der Naturpark Haßberge habe von der Regierung bereits Fördermittel zur Verfügung gestellt bekommen, die nun abgerufen werden müssen.

    Nach Abzug der 50-prozentige Förderung und bereits gesammelter Spendengelder, belaufen sich die Restkosten für die Gemeinde für die Einzelprojekte „Beobachtungspunkt Biotop“ und „Beobachtungspunkt Infopunkt Geologie“ auf ungefähr 4000 Euro. Vorsorglich seien bereits 20 000 Euro in den Haushalt eingestellt worden, so dass dieser Betrag auf jeden Fall gedeckt sei.

    Mit sechs zu zwei Stimmen sagte der Gemeinderat schließlich zu, dass ein entsprechender Förderantrag beim Naturpark Haßberge gestellt werden solle.

    Christine Kuchenmeister und Frank Fella stellten fest, dass über die Gesamtmaßnahme, die insgesamt Kosten von rund 700 000 Euro verursacht, noch nie final abgestimmt wurde. Kuchenmeister befürchtete, dass es theoretisch möglich sei, aus welchen Gründen auch immer, es vielleicht nicht zu der Ausführung der weiteren Einzelprojekte kommen könnte. Bürgermeisterin Bühl stellte jedoch klar, dass man nur jeweils die einzelnen Projekte der Gesamtmaßnahme beschließen könne, da die Förderrichtlinien es so vorsehen.

    Förderverein geplant

    Nachdem in diesem Jahr noch ein Förderverein gegründet werden soll, ist Bühl auch guter Dinge, dass die gesamte Maßnahme wie geplant im Laufe der Jahre durchgeführt werden könne.

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