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    ELTMANN

    Gefahr für Schüler: Bei Tempo 50 ist der Bremsweg lang

    Die Schüler der Klasse 5a der Realschule Eltmann staunten sehr, als der Moderator Miller mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h weit über ihre angezeigten Haltepunkte hinausfuhr und erst nach über 25 Metern zum Stehen kam. Foto: Günther Geiling

    Je schneller ein Fahrzeug fährt, desto länger ist sein Bremsweg. Dazu kommt der Reaktionsweg, wenn der Fahrer unerwartet bremsen muss. Diese Aussage steht über dem Verkehrsprojekt „Hallo Auto“, das der ADAC Nordbayern auch in diesem Schuljahr an zahlreichen Schulen im Landkreis Haßberge für die 5. Jahrgangsstufen durchführt. Auftakt war diesmal an der Wallburg-Realschule in Eltmann.

    Auf einer vom Verkehr abgeriegelten Asphaltstraße in der Mainlände wurde dazu ein Parcour aufgebaut, auf dem die Buben und Mädchen theoretische Übungsteile in der Praxis mitverfolgen. Bei der Definition des Bremsweges erfuhren die Kinder zuerst, dass selbst einer Person, die im Lauftempo unterwegs ist, ein sofortiges Stehenbleiben nicht möglich ist. Die Kinder arbeiteten aus, welche Distanz der Mensch braucht, um zum Stillstand zu kommen. Dann ging es auch zum Reaktionsweg, beim dem die laufenden Kinder auf eine Fahnensignal hin sofort stoppen sollten. Das vermittelte ihnen den wichtigen Eindruck, dass die Reaktionszeit und mit ihr der Reaktionsweg zum „Bremsweg“ hinzugezählt werden muss.

    ADAC-Moderator Erwin Miller forderte die Kinder auf, den Anhalteweg eines Autos einzuschätzen, das mit 50 km/h fährt und eine Bremsung vollzieht. Dazu sollten sie Hütchen aufstellen, wo das Auto nach ihrer Meinung zum Stehen kommen wird.

    Die Vermutungen der Kinder lagen weit auseinander und letzten Endes zeigte sich, dass sie die Notbremsung völlig falsch einschätzen. Der reine Bremsweg beträgt bei Tempo 50 etwa 25 Meter, bei 70 Sachen sind es knapp 50 Meter und bei 100 km/h gar 100 Meter, bis das Auto zum Stehen kommt.

    Für die Schüler wurde es besonders interessant, eine Notbremsung aus der Sicht des Beifahrers zu erleben. Insgesamt sind sich die Fünftklässler nun bewusst, dass Kraftfahrzeuge, Radfahrer oder Fußgänger nicht unvermittelt anhalten können und das vor dem Bremsweg der Reaktionsweg kommt. Für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr spielen die richtige Einschätzung von Gefahren und ein gutes Reaktionsvermögen eine entscheidende Rolle.

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