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    Sand

    Gemeinderat Sand stimmt für Querungshilfe in der Zeiler Straße

    Eine sogenannte "kleine Lösung" in Bezug auf eine Querungshilfe für Fußgänger auf der viel befahrenen Zeiler Straße in Höhe des Rewe-Marktes hat der Gemeinderat am Dienstag in seiner Sitzung mit 14:2 Stimmen beschlossen.

    Zweiter Bürgermeister Gerhard Zösch (CSU), der die Sitzung stellvertretend für den erkrankten Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) leitete, zeigte zuvor zwei Lösungsmöglichkeiten auf. Diese wurden von Peter Ruck vom Technischen Büro Werner aus Eltmann näher erläutert. 

    Grundsätzlich wäre es aufgrund des zügigen Verkehrs in diesem Bereich und der nicht mehr zeitgemäßen Fahrbahnbreite von acht Metern denkbar, die Straße zwischen der Ortstafel und dem Anwesen Zeiler Straße 50 auf einer Länge von rund 430 Metern auszubauen. Dies hätte geschätzte Kosten von 700 000 bis 800 000 Euro zur Folge und könnte aufgrund der Besserung der Verkehrsverhältnisse für Fußgänger und Radfahrer über das Bayerische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gefördert werden. 

    Dies setzt jedoch die Aufnahme in den kreiseigenen Ausbauplan voraus und hätte eine Wartezeit von etwa fünf Jahren zur Folge. Weiterhin ist mit stetig fallenden Fördersätzen zu rechnen, so dass nach der Wartezeit mit einer Förderung von nur 50 Prozent für die Baukosten zu rechnen ist. Die Ingenieurkosten mit einem Kostenanteil von 15 bis 20 Prozent wären nicht förderfähig.

    Parkplätze entfallen

    Um die Wartezeit und auch die Kosten zu reduzieren, wurde im Rahmen eines Gespräches im Januar von Alfons Schanz, dem Leiter der Tiefbauverwaltung im Landkreis, als "kleine Lösung" die Anordnung der Querungshilfe im Bereich zwischen den Gemeindestraßen "Zur Au" und "Gartenstraße" vorgeschlagen. Bei dieser Anordnung würden Parkplätze auf dem Parkstreifen zwischen den beiden genannten Straßen entfallen.

    Zugleich müsste auf der gegenüberliegenden Seite wahrscheinlich noch ein Grundstücksstreifen vom Eigentümer des Einkaufsmarktes bereitgestellt werden. Für die Querungshilfe ist eine Breite von 2,5 Metern geplant, während die beiden Fahrspuren durchgängig jeweils 3,50 Meter breit sein sollen. Die im Bereich der Fahrbahnverziehungen ankommenden Zufahrten und Einmündungen wären anzugleichen beziehungsweise zu reparieren. 

    Aufgrund des Umgriffs und der Angleichungsstrecke geht man aus, dass die Bagatellgrenze zur Aufnahme in das BayGVFG-Programm von 100 000 Euro leicht überschritten wird. Es werden der Gemeinde überschlägig Kosten von circa 150 000 Euro entstehen. 

    Kein großer Umweg

    Insgesamt war sich der Gemeinderat einig, dass die große Lösung aufgrund der hohen Kosten und der langen Wartezeit nicht in Frage kommt. Gemeinderat Jörg Kümmel (FSB) befürchtete, dass – nach Wegfall eines Großteils des Parkstreifens beim Einkaufsmarkt – Lastwagen nun auf der Straße parken und somit die Sicht verstellen würden, wenn die Fahrer zum Brotzeitholen anhalten.

    Paul Hümmer (SPD) war der Meinung, dass der Übergang nicht angenommen wird, weil er sich ein Stück südlicher vom direkten Rewe-Eingang befindet. Dem widersprach Gerhard Zösch mit der Begründung, dass auf der östlichen Fahrbahnseite ein Weg angelegt werden soll, der direkt bis zum Eingang führt und keinen großen Umweg bedeutet.

    Roland Mahr (SPD) und Robert Wagner (CSU) bemängelten den Wegfall von Parkplätzen. Mit dem Beschluss wurde schließlich die Verwaltung beauftragt, eventuell noch nötige Förderanträge zu stellen und ein geeignetes Ingenieurbüro mit der Planung der Querungshilfe zu beauftragen.

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