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    ALTENSTEIN

    Geschichte erlebbar gemacht: Fastenspeise aus dem Feuerkessel

    Geschichte erlebbar gemacht: Fastenspeise aus dem Feuerkessel
    Andreas Fuchs aus Wonfurt führte dabei Regie, ganz im Gewand seines Namensvetters aus dem 13. Jahrhundert, dem Abt des Benediktiner-Klosters Theres. Zusammen mit selbst hergestelltem Met ließen die Burgbesucher sich dieses Fastenessen – heute würde man dabei von einer veganen Spezialität schwärmen – munden. Foto: Klemens Albert

    Förmlich zu ursprünglichem Leben erweckt wurde am Sonntag auf der Burgruine Altenstein die ehemalige Burgkapelle mit einem ökumenischen Gottesdienst. Eingeladen hatte der Zweckverband Deutscher Burgenwinkel im Rahmen eines Burg-Erlebnistags, bei dem auch der Frage nachgegangen wurde, wie man eine lange Fastenzeit ohne jegliche tierische Nahrungsmittel überstehen konnte.

    Den ökumenischen Gottesdienst gestalteten für die evangelische Kirchengemeinde Altenstein Pfarrer Manfred Greinke aus Fischbach und als Vertreter für die katholische Pfarrgemeinde Pfarrweisach Klemens Albert. Beide gestalteten die Feier auch musikalisch mit Orgel und Gitarre aus.

    Geschichte erlebbar gemacht: Fastenspeise aus dem Feuerkessel
    Den ökumenischen Gottesdienst gestalteten für die evangelische Kirchengemeinde Altenstein Pfarrer Manfred Greinke aus Fischbach und als Vertreter für die katholische Pfarrgemeinde Pfarrweisach Klemens Albert. Beide gestalteten die Feier auch musikalisch mit Orgel und Gitarre aus, Foto: Klemens Albert


    Mit Gebeten und Texten schlugen sie eine Brücke zurück in das 15. Jahrhundert, die Zeit, als eben diese Burgkapelle entstanden war. Im Mittelalter war der christliche Glaube tief verwurzelt im Leben der Menschen.

    Eine Burg galt, wie die beiden Gottesdienstleiter ausführten, als Symbol der Macht und Stärke, daneben stellte sie aber auch eine Zufluchtsstätte dar, wenn Menschen von Feinden bedrängt wurden. So sei in der Bibel wiederholt Gott mit einer festen Burg verglichen worden.


     
    Geschichte erlebbar gemacht: Fastenspeise aus dem Feuerkessel
    Förmlich zu ursprünglichem Leben erweckt wurde am Sonntag auf der Burgruine Altenstein die ehemalige Burgkapelle mit einem ökumenischen Gottesdienst. Foto: Klemens Albert
    Um die Lebensweise vor etwa 600 Jahren zu verdeutlichen, wurden Texte und Gebete auch in Latein, der Sprache der Pfarrer, und in Mittelhochdeutsch, der Sprache der Menschen damals, gesprochen. Geschichte erlebbar machen war das Motto dieses Tages. Und so wurde im Anschluss an den Gottesdienst gemeinsam eine Fastenspeise zubereitet, eine Gemüsesuppe ohne jegliche tierische Zutaten, die in einem Kessel über dem offenen Feuer gegart wurde.

    Andreas Fuchs aus Wonfurt führte dabei Regie, ganz im Gewand seines Namensvetters aus dem 13. Jahrhundert, dem Abt des Benediktiner-Klosters Theres. Zusammen mit selbst hergestelltem Met ließen die Burgbesucher sich dieses Fastenessen – heute würde man dabei von einer veganen Spezialität schwärmen – munden.
     

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