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    HAßFURT

    Guten Morgen: „Hört auf die Wissenschaft!“

    Greta Thunberg hat ihre Forderungen zum Klimaschutz einmal auf eine ganz einfache Aufforderung heruntergebrochen: „Hört auf die Wissenschaft!“ Vielleicht sollten wir diesen Satz nicht nur berücksichtigen, wenn es um den Klimaschutz geht, sondern auch beim Gedanken an unsere Gesundheit. Wie kann es zum Beispiel sein, dass immer mehr Krankenkassen die Kosten für homöopathische Mittel übernehmen und dass sich sogar hochrangige Politiker öffentlichkeitswirksam für dieses Thema interessieren? Dass praktisch alle seriösen Wissenschaftler schon lange darauf hinweisen, dass die Wirkung von homöopathischen „Medikamenten“ nachweislich nicht über den Placeboeffekt hinausgeht, scheint da wohl niemanden zu interessieren.

    Interessant ist auch, dass anscheinend viele Homöopathie-Anhänger gar nicht wissen, was Homöopathie eigentlich ist, und deswegen ihren Kritikern entgegenschleudern, sie sollten nicht so abfällig über „Naturmedizin“ sprechen. Dabei haben Globuli mit Natur überhaupt nichts zu tun. Kaum jemand bestreitet, dass in Pflanzen Stoffe mit heilender Wirkung stecken. Homöopathie bedeutet nicht, dass Wirkstoffe aus Pflanzen gewonnen werden, statt sie im Chemielabor nachzubauen. Der Begriff bezeichnet vielmehr die absurde Vorstellung, dass ein Wirkstoff umso stärker wirkt, je stärker er verdünnt wird. In den Kügelchen ist er daher am Ende so stark verdünnt, dass er gar nicht mehr nachweisbar ist. Ob das wirklich jeder Globuli-Freund weiß?

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