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    Haßfurt

    Haßfurt: Dorothea und Josef Heinkel seit 65 Jahren verheiratet

    Dorothea und Josef Heinkel feierten das seltene Fest der eisernen Hochzeit. Zum Ehejubiläum gratulierten (hinten von links) stellvertretender Landrat Michael Ziegler, Haßfurts Bürgermeister Günther Werner, Heimleiterin Heike Ehlert und Tochter Barbara Hoffmann.
    Dorothea und Josef Heinkel feierten das seltene Fest der eisernen Hochzeit. Zum Ehejubiläum gratulierten (hinten von links) stellvertretender Landrat Michael Ziegler, Haßfurts Bürgermeister Günther Werner, Heimleiterin Heike Ehlert und Tochter Barbara Hoffmann. Foto: Christiane Reuther

    "Nach einem Streit den Abend versöhnt beenden und in den nächsten Tag neu starten", so lautet das Erfolgsrezept für ein langes Eheglück. Die Zutaten stammen von Dorothea und Josef Heinkel. Das Ehepaar feierte am Mittwoch im Caritas-Seniorenzentrum Sankt Bruno in Haßfurt das seltene Fest der eisernen Hochzeit. Zufrieden blicken sie auf ihren Lebensweg, den sie nunmehr 65 Jahre gemeinsam gehen.

    Kennengelernt haben sich die junge Dorothea und ihr Josef in Würzburg. Dorothea, die aus Aschaffenburg gebürtig ist, besuchte in Würzburg die Schule für Fotolaborantinnen. Josef machte in seiner Heimatstadt Würzburg eine Ausbildung zum Fotografen.

    Der Bahnhof sollte es sein, der die später selbstständig tätige Fotolaborantin und den Meisterfotografen im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht rückte. Aus dem ersten Zusammentreffen entwickelte sich eine Liebe fürs ganze Leben. Aus der Ehe gingen eine Tochter und drei Söhne hervor. Zwei Kinder sind im Kindesalter von drei Monaten verstorben. Die Familie ist mittlerweile um zwölf Enkel und 22 Urenkel angewachsen.

    Vor 65 Jahren trat das Ehepaar Dorothea und Josef Heinkel in Würzburg vor den Traualtar.
    Vor 65 Jahren trat das Ehepaar Dorothea und Josef Heinkel in Würzburg vor den Traualtar. Foto: Christiane Reuther

    Nach der Hochzeit wohnte das junge Ehepaar zunächst in Schwebheim. Josef Heinkel arbeitete nach seiner Fotografenausbildung zunächst als Betriebsleiter in der Firma Pola in Rothhausen, bis diese schließen musste. Danach war er bei der Gemeinde Oberaurach angestellt.

    "Oma Dorles Dampfkarussell"

    Quasi als Lebenskünstler sind die Eheleute stets mit einer positiven Einstellung durchs Leben gegangen und haben ihre Träume verwirklicht. Nachdem dem heute 85-Jährigen im Traum eine Drehorgel erschienen war, kaufte er sich kurzerhand eine Dohle und war nunmehr als stilecht gekleideter Drehorgelspieler an mehreren Orten in der Kreisstadt Haßfurt zu bestaunen.

    Seine Frau sprang im wahrsten Sinne des Wortes mit aufs Pferd. Die heute 86-Jährige betrieb unter dem Namen "Oma Dorles Dampfkarussell" mehrere Karussells, unter anderem auf dem Marktplatz in Haßfurt und vermittelte für groß und klein einen Hauch Nostalgie.

    Der Lebensmittelpunkt der Familie war fortan in Untertheres. Hier bauten sich die Heinkels das alte Fährhaus um. Josef Heinkels große Leidenschaft war das Sportfliegen. Gemeinsam mit seiner Frau verbrachte er viele Urlaube in St. Johann in Tirol. Dorthin war das Ehepaar mit dem Sportflieger ausgehend vom Flughafen in Haßfurt gestartet.

    Nachdem Josef Heinkel seine Frau sieben Jahre zuhause gepflegt hatte, zog das Ehepaar vor zwei Jahren ins Caritas-Seniorenzentrum St. Bruno nach Haßfurt. Hier bewohnen sie gemeinsam ein Zimmer mit Terrasse und freuen sich schon auf den Sommer, dann genießen sie eine Tasse Kaffee im Freien.

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