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    HAßFURT

    Haßfurt: Poetry Slam frisch aus der asiatischen Suppenküche

    Moderator Christian Ritter (rechts) zusammen mit den Finalteilnehmern (von links) Tony Andrews, Tabea Farnbacher, Friedrich Herrmann. Foto: Christian Licha

    Eine Achterbahn der Gefühle erlebten die zahlreichen Besucher beim inzwischen 11. Poetry-Slam am Samstag im „Silberfisch“ am Schulzentrum. Bei der von der kommissarischen Leiterin der Außenstelle des Bibliotheks- und Informationszentrums Haßfurt (BIZ), Verena Braun, organisierten Veranstaltung, begeisterten die heiteren, humorvollen, aber auch kritischen und tiefsinnigen Texte der Slammer einmal mehr die Zuschauer.

    Moderator Christian Ritter präsentierte Teilnehmer aus ganz Deutschland. Tony Andrews aus Berlin, Jasmin Sell aus Bochum, Andrea Maria Fahrenkampf aus Saarbrücken, Friedrich Herrmann aus Jena und Tabea Farnbacher aus Hannover waren in die Kreisstadt angereist, um als erfahrene Slammer ihr Bestes zu geben, die Fans zu begeistern.

    Über die sogenannte offene Liste, bei der sich jeder mit einem selbstgeschriebenen Text anmelden kann, nahm zum wiederholten Mal Kiki Tabiri aus Zeil teil. Bereits beim Slam im Februar dieses Jahres erzählte die aus Berlin stammende junge Frau eine fiktive Geschichte über ihren Thailand-Urlaub, bei der sie zur Besitzerin einer Nudelküche und erfolgreichen Karaoke-Sängerin wurde. Nun folgte die Fortsetzung der Geschichte, die den Niedergang als erfolgreiche Geschäftsfrau zum Inhalt hatte und gleichzeitig die Entstehung einer wunderbaren Freundschaft Revue passieren ließ. Zur Teilnahme am Finale hat es zwar wieder nicht gelangt, aber eine weitere fantasievolle Fortsetzung ihrer ausgedachten Thailand-Erlebnisse schloss die ehemalige Profisängerin nicht aus.

    In der Vorrunde durften einige Zuschauer selbst Jury spielen und mit Zahlentafeln – ähnlich wie bei Tanzsportwettbewerben – Noten vergeben. In der Endausscheidung standen sich schließlich Tabea Farnbacher, Friedrich Herrmann und Tony Andrews gegenüber.

    Anhand der Lautstärke des Applauses der Zuschauer wurde schließlich Friedrich Herrmann als Sieger gekürt. Der freischaffende Bühnenautor, der unter anderem in seiner Heimat bereits zum Thüringer Landesmeister im Poetry-Slam wurde, begeisterte mit einer Erzählung von Träumen, verpassten Chancen und der Härte des wirklichen Lebens aus der Sicht eines Zögerers und Zweiflers. Auch sein zweiter Text in Reimform erntete viel Beifall. Als „David gegen Goliath“ zeigte Friedrich Herrmann auf, wie man einen übermäßigen Gegner besiegen kann – was ihm schließlich auch beim Haßfurter Poetry-Slam gelang. (cl)

    Kiki Tabiri aus Zeil erzählte beim Poetry Slam ausdrucksstark ihre fiktive Geschichte über Erlebnisse im fernen Thailand. Foto: Christian Licha

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