• aktualisiert:

    Haßfurt

    Haßfurt: Was die Caritas in der Brüder-Becker-Straße plant

    Ein Wohnheim und eventuell ein neues Verwaltungsgebäude möchte der Caritas-Kreisverband Haßberge in der Brüder-Becker-Straße in Haßfurt bauen. Foto: Jochen Reitwiesner

    Auf dem Caritas-Gelände in der Brüder-Becker-Straße in Haßfurt bahnen sich Veränderungen an. Der Kreisverband plant dort ein neues Wohn- und Verwaltungszentrum.

    Der Haßfurter Stadtrat befasste sich am Montag mit dem Vorhaben. Geplant ist zunächst, auf dem gut 1600 Quadratmeter großen Gelände auf einer Fläche von etwa 15 mal 15 Metern ein Wohnheim mit acht Einzelappartements zu errichten – grob gesagt dort, wo jetzt die Garagen stehen. Die fallen der Abrissbirne zum Opfer. Das Verwaltungsgebäude  soll vorerst noch genutzt werden, die mittelfristigen Planungen der Caritas sehen aber auch hier einen Abbruch und späteren Neubau vor. Beide Gebäude sollen drei Geschosse und ein begrüntes Flachdach erhalten, die Höhe liegt bei maximal zehn Metern. Über einen Zwischenbau würden die beiden Gebäude dann verbunden.

    Wie Bernhard Leuner von der städtischen Bauverwaltung erläuterte, werde Wert darauf gelegt, dass alle Abstandsflächen zu den Nachbarn ausnahmslos  eingehalten, ein Grüngürtel angelegt und die Zufahrt zum Gelände ebenfalls nicht verändert  werden.

    Zu wenige Parkplätze auf dem Gelände? 

    Die insgesamt zwölf ausgewiesenen Pkw-Stellplätze waren Stephan Schneider (SPD) zu wenig. "Die Parkplatzsituation dort ist sehr angespannt", meinte er. "Jedes Fahrzeug mehr dort ist ein Problem." Mehr könne die Stadt aber nicht verlangen, entgegnete Bernhard Leuner und verwies auf die Stellplatzverordnung, in der haargenau festgelegt sei, wie viele Parkplätze der Bauwillige auf seinem Grund und Boden nachweisen muss.

    Norbert Geier (CSU) dachte laut über die Grundfläche des Gebäudes im Verhältnis zu den drei etwa 30 Quadratmeter großen Appartements nach, ein detaillierter Blick auf den Plan brachte Licht ins Dunkel: zusätzlich zu den drei abgetrennten Wohnungen pro Stockwerk gibt es noch einen großen Gemeinschaftsraum. Die werden nach Kenntnis der Verwaltung direkt von der Caritas an ihr Klientel vermittelt, meinte Bernhard Leuner auf Nachfrage von Eva-Maria Schwach (CSU).

    "Es ist schon viel für das Grundstück", fasste Michael Spies (CSU) die Pläne der Caritas zusammen. "Das darf aber nicht mehr werden", warnte er. Dem werde ein Riegel vorgeschoben, bestätigte Leuner, wenn der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplans  für  das Gelände beschließt – was er dann bei der Gegenstimme von Sozialdemokrat Schneider schlussendlich auch tat.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!