• aktualisiert:

    EBERN

    Hennemann tritt in Ebern wieder als Bürgermeisterkandidat an

    Jürgen Hennemann (SPD) will für weitere sechs Jahre Eberns Bürgermeister bleiben. Foto: Johanna Eckert

    Jürgen Hennemann will als Bürgermeister von Ebern weitermachen, und die SPD unterstützt ihn dabei: Einstimmig wurde Hennemann laut einer Pressemitteilung bei einer Versammlung des Eberner SPD-Ortsvereins nominiert. Bislang stehe lediglich er als SPD-Kandidat für die Kommunalwahlen am 15. März fest. Die Vorschlagsliste für die Stadtratswahl will die SPD zu einem späteren Zeitpunkt aufstellen.

    Nachhaltige Straßensanierung

    Ortsvereinsvorsitzender Ecki Röß zeigte sich laut der Mitteilung erfreut über die Geschlossenheit, die bei der Nominierung zum Ausdruck kam: „Mit Jürgen Hennemann haben wir einen Bürgermeister, der Ebern voranbringt“, sagte er. Hennemann selbst gab einen kurzen Abriss über seine bislang knapp fünfeinhalb Jahre im Amt. Vieles sei angepackt worden, Vieles am Laufen, auch wenn die Ergebnisse vielleicht noch nicht sichtbar seien, sagte er. Schnell seien zum Beispiel Veränderungen im Anlagenring erkennbar gewesen. „Da war vieles auch als Experiment gedacht. Wenn etwas nicht so geklappt hat wie erhofft, dann wurde es eben geändert.“ Nachhaltigkeit bedeute nicht, um jeden Preis an einer Lösung festzuhalten, die nur eine Zeitlang funktioniere. „Wir versuchen zum Beispiel, nachhaltig in der Straßensanierung voranzukommen. Dafür steht nun jedes Jahr ein fester Betrag im Haushalt“, erläuterte Hennemann laut der Mitteilung. „Auch, wenn das eine Sache ist, die viele nur dann wahrnehmen, wenn sie sich über eine Baustelle ärgern.“

    Ein nachhaltiges Entwicklungsziel sei die „Familienstadt Ebern“. „Wir haben zwar einen positiven Pendlersaldo, das heißt, wir bieten mehr Arbeitsplätze, als wir Arbeitskräfte haben. Aber das muss nicht auf Dauer so bleiben“, sagte Hennemann. Neben dem Erhalt von Arbeitsplätzen in der Industrie, beim Mittelstand, im Handwerk und im Dienstleistungsgewerbe gehe es auch um Ebern als Wohnort. „Wir bieten gute Voraussetzungen: Das Leben ist erschwinglich, wir haben eine gute Verkehrsanbindung, alle Schulen und demnächst Kitaplätze für alle Kinder ab einem Jahr.“

    Bürgerengagement ist gefragt

    Große Sprünge werde die Stadt angesichts der veränderten Gewerbesteuersituation in den nächsten Jahren aber nicht machen können. „Wir müssen weiterhin auf die Eigeninitiative und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger setzen. Denn Ebern ist, was wir alle daraus machen“, fasste Hennemann zusammen.

    Auf den politischen Mitbewerber ging Hennemann nicht ein, das übernahm Vorsitzender Ecki Röß: Es wundere ihn schon, wie so großzügig auf Fördertöpfe für eine Sanierung des Marktplatzes und des Schwimmbads verwiesen werde, sagte Röß. „Doch selbst, wenn wir eine Förderquote von 80 Prozent hätten, müssten wir 20 Prozent selbst bezahlen. Woher dieses Geld kommen soll, zusätzlich zu all den laufenden Aufgaben, hat uns noch keiner verraten.“ (em)

    Bearbeitet von Markus Erhard

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!