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    HOFHEIM

    Hofheim: Neuer Haushalt kommt ohne neue Schulden aus

    Eines der Vorhaben, das sich im neuen Etat der Stadt Hofheim niederschlägt: Die Sanierung der Landgerichtsstraße. Foto: Martin Schweiger

    Alle Mitglieder des Stadtrats stimmten am Dienstag dem Haushalt 2019 zu. Die Stadt entwickelt sich gut, sagte Borst. In den Folgejahren stünden Großprojekte an, wie der Schüttbau, der im Oktober vom Bezirk in das Eigentum der Stadt übergeht, die Sanierung von Landgerichts- und Grüne-Marktstraße oder des Hallenbads, die eine Neuverschuldung wohl unumgänglich machen werden. Borst bedankte sich bei Kämmerer Georg Metzger und VG-Leiter Andreas Dellert für die geleistete Arbeit.

    Höherer Verwaltungshaushalt

    Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 10 944 052 Euro ab. Der Vermögenshaushalt hat Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 4 789 789 Euro. Das ergibt ein Gesamthaushaltsvolumen von 15 733 850 Euro. Die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um 792 163 Euro.

    Die Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushaltes verringern sich gegenüber dem Vorjahr um 144 858 Euro. Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich. Die drei größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (3 262 670 Euro), die Gewerbesteuer (1 950 000) sowie die Wasserverbrauchsgebühren (958 393 Euro).

    Kreisumlage: 2,5 Millionen Euro

    Die größten Ausgabeposten sind die Kreisumlage mit 2 514 000 Euro, die Personalausgaben mit 1 182 150 Euro und die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Hofheim in Höhe von 728 000 Euro. Die Schlüsselzuweisungen des Jahres betragen voraussichtlich 811 016 Euro. Sie liegen um 162 928 Euro niedriger als im Haushaltsjahr 2018.

    Aus dem Verwaltungshaushalt 2019 kann ein Überschuss in Höhe von 844 198 Euro erwirtschaftet werden, der dem Vermögenshaushalt zugeführt werden kann. Das sind 356 240 Euro mehr als 2018. Die Stadt Hofheim gibt für eigene Bauvorhaben, Grunderwerb beziehungsweise für Zuschüsse zu Investitionen im Haushaltsjahr 2019 einen Betrag in Höhe von 4 196 500 Euro aus.

    Bauplatz-Verkäufe

    Auf diese Ausgaben erhält die Stadt Einnahmen in Höhe von 2 242 600 Euro aus Zuschüssen (1 286 600 Euro), sowie Beiträgen (18 000 Euro) und Verkaufserlösen für Bauplätze (938 000 Euro).

    Der Schuldenstand verringert sich von 4 780 657 auf 4 355 784 Euro zum Jahresende (853,07 Euro pro Einwohner). Damit sei der Schuldenstand auf dem Level, bevor das Freibad zum Sanierungsfall wurde, sagte Borst. Grund- und Gewerbesteuer seien in etwa gleich geblieben.

    Reinhold Giebfried von der CSU-Fraktion sagte, der Haushalt sei mit 15 Millionen auf einem hohen Niveau.

    Pro-Kopf-Verschuldung sinkt

    Positiv sei, dass die Pro-Kopf-Verschuldung sinke und kein neuer Kredit aufgenommen werden müsse. Giebfried bedankte sich bei den Anwohnern und Geschäftsleuten für ihre Geduld beim Umbau, begrüßte die geplanten Neuinvestitionen und stimmte mit der CSU-Fraktion dem Haushalt zu.

    Alois Dietz von der Wählergemeinschaft Goßmannsdorf mahnte an, dass die Ausgaben für Energie, Schüttbau oder Kanal in Zukunft steigen werden und erklärte die einstimmige Zustimmung seiner Fraktion.

    Karl-Heinz Graser von der Wählergemeinschaft Rügheim sagte, dass die Ausgaben für die Kinderbetreuung wohl steigen würden. Diese gelte es im Auge zu behalten, ehe er ebenfalls zustimmte.

    Gerd Scheller von der Wählergemeinschaft Lendershausen mahnte in seiner Rede zum Haushalt an, dass es in Lendershausen keine Gebäude-Leerstände und auch keine neuen Bauplätze gibt und man auch schon einen Bauherren nicht bedienen konnte. Hier müsse eine Lösung gefunden werden.

    Judith Geiling von SPD/Fortschrittliche Bürger begrüßte den Haushalt, gab aber höhere Folgekosten zu bedenken und ein damit wohl unvermeidbares Darlehen.

    Guido Pechtold von der Wählergemeinschaft Ostheim/Reckertshausen begrüßte den Haushalt ebenso wie Alexander Bergmann von der Jungen Liste.

    Viele Fördergelder

    Bergmann begrüßte die geplanten Investitionen, fand es aber schade, dass die Renovierung des Rügheimer Tors gestrichen wurde. Gleichzeitig bedankte er sich bei Bürgermeister Wolfgang Borst für den Elan, mit dem er sich für seine Heimatstadt einsetze und viele Fördergelder beschaffe.

    Als Sprecher der Jungen Liste begrüßte Alexander Bergmann zudem auch den Erhalt des Hofheimer Hallenbads und die ausgeschüttete Jugendförderung in Höhe von 20 000 Euro. (msch)

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