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    HOFHEIM

    Hofheimer Kleintierzüchter wollen Brauhaus aufgegeben

    Auf der Mitgliederversammlung der Kleintierzüchter Hofheim und Umgebung wurde die Vereinsführung gewählt. Im Bild von links: Vorsitzender Michael Neuhöfer mit Stellvertreter und Tätowiermeister Peter Wörtmann, Vereinskassier und Zuchtbuchführer Elke Gehrig, Schriftführer und Jugendleiter Robert Gehrig und Zuchtwart Bernd Schuhmann. Foto: Ulrich Kind

    Hauptpunkt der Jahreshauptversammlung des Kleintierzuchtverein (KTZV) Hofheim und Umgebung war die Neuwahl der Vereinsführung. Wie erwartet wurden Vorsitzender Michael Neuhöfer (Trappstadt) mit Stellvertreter und Tätowiermeister Peter Wörtmann, im Amt bestätigt. Vereinskassier bleibt weiterhin Elke Gehrig und Zuchtbuchführer Ramona Gehrig. Ebenso wurden Robert Gehrig als Schriftführer und Jugendleiter sowie Bernd Schuhmann als Zuchtwart in ihren Funktionen bestätigt. Die Kassenprüfer sind Manfred Hanf und neu dazu kam Siegfried Wedel für Jürgen Heinrich. Die Versammlung fand im Vereinsheim der Geflügelzuchtvereins Ibind und Umgebung in Hofheim statt.

    Hoher Bekanntheitsgrad

    In seinem Jahresrückblick schnitt Vorsitzender Neuhöfer die im Vorjahr ausgefallene Vereinslokalschau an. Nachdem zwei tragende Säulen des Wirtschaftsteams durch längere Krankheit ausgefallen sind und auch er persönlich für einige Wochen krankheitsbedingt nicht für die Vereinsarbeit zur Verfügung stand, konnte die Lokalschau am Jahresende 2018 nicht organisiert werden. Bei dieser Gelegenheit bedankte sich der Vorsitzende mit jeweils einem Präsent bei den beiden bisher langjährig tätigen Frauen des Wirtschaftsdienstes.

    Sein Vereinsdomizil hat der Kleintierzuchtverein (KTZV) Hofheim und Umgebung seit Jahrzehnten im ehemaligen Brauhaus in der Lendershäuser Straße in Hofheim. Neben einem gemütlichen Vereinsheim bietet das Gebäude auch die erforderlichen Räume im Nebengebäude und im hergerichteten Dachgeschoss, um dort Ausstellungsmöglichkeiten für Lokal- und Kreisschauen zu organisieren.

    Wie Zuchtwart und Vorsitzender bestätigten, haben einige Mitglieder des KTZV durch ihre züchterischen Erfolge bei Landes- und Bundesausstellungen und auf internationaler Ebene einen sehr hohen Bekanntheitsgrad (wir berichteten) und dementsprechend gebe es eine europaweite Nachfrage anderer Züchter.

    Dieser Vereinsstandort steht nun nach Jahrzehnten zur Diskussion, denn die laufenden Unterhaltskosten für das Vereinsheim, vor allen die Heizung und die Gebäudeinstandhaltung, zehren stark am Kassenbestand der Kleintierzüchter, der ehe nicht üppig sei.

    Die Ausstellungssaison der Züchter liege nun mal in den Herbst- und Wintermonaten und da werde das Vereinsheim oft Tage vorher beheizt, um zu den Ausstellungsterminen für die Besucher eine angenehme Raumtemperatur zu bekommen, so Neuhöfer. Das könne man auf Dauer nicht mehr schultern, meinte der Vereinsvorsitzende.

    Das alte Bruchsteingemäuer des ehemaligen Brauhauses entspreche bei der Raumisolierung nicht dem Standard. Dazu kämen die Schäden durch Raumfeuchtigkeit, die immer wieder jedes Jahr aufwendig vom Verein repariert werden müssten.

    Wie Vorsitzender Michael Neuhöfer gegenüber der Redaktion berichtete, hatte bei seiner Amtsübernahme der KTZV noch einen fünfstelligen Kassenstand. Dieser schrumpfte bei der Vielzahl an Renovierungen zum Erhalt des Brauhausgebäude deutlich im Verlauf der zurückliegenden Jahre.

    Dazu komme noch der Generationen-bedingte Rückgang der Vereinsmitglieder, deren Durchschnittsalter deutlich höher werde. Mit dieser Situation habe sich die Vereinsführung schon seit einigen Jahren befasst und sei nun zum Entschluss gekommen das bisherige Vereinsheim aufzugeben. Mit der Stadt Hofheim und Bürgermeister Wolfgang Borst werde der Vorsitzende die Entwicklung noch besprechen.

    Durch den freundschaftlichen Kontakt mit dem Vorsitzenden Rupert Bockelt vom Geflügelzuchtvereins (GZV) Ibind und Umgebung (mit Sitz in Hofheim in der Johannisstraße), der seit Jahren auch Mitglied im Kleintierzuchtverein ist, haben die Vereinsspitzen des KTZV-Hofheim und GZV-Ibind Gespräche geführt, inwieweit eine Nutzung der Ausstellungsräume der Geflügelzüchter längerfristig durch den KTZV möglich sei.

    Terminabsprachen mit GZV

    Schon im Oktober 2017 wurde diese Ausstellungsmöglichkeit von den Kleintierzüchtern für eine große, überregionale Rassekaninchenschau genutzt und die Ausstellungsfläche angemietet. Auch biete das Vereinsheim der Geflügelzüchter natürlich die Möglichkeit, nach Terminabsprache Mitgliederversammlungen der Kleintierzüchter dort abzuhalten.

    Wie Vorsitzender Rupert Bockelt (GZV) und Michael Neuhöfer (KTZV) unisono bekräftigten, sei das keine Fusion beider Züchtervereine. Jeder der beiden Vereine bleibe weiterhin selbstständig, nur die Räume würden vom KTZV mit genutzt.

    So sei angedacht, dass die Kleintierzüchter Hofheim gegen eine Unkostenpauschale nach Terminabsprache an zwei bis drei Terminen im Jahr, je nach Ausstellungssaison, die Ausstellungsfläche der Geflügelzüchter nutzen können. Bockelt wies darauf hin, dass der Terminkalender des GZV bis zu drei Jahre im Voraus schon für die überregionalen Geflügelausstellungen festgelegt sei. Eine gewisse organisatorische Entspannung bringe jetzt der neue Hallenanbau zum Geflügelmarkt im Frühjahr. Dieser wurde erst am vergangenen Wochenende mit der traditionellen Kükenschau zu Ostern abgeschlossen, berichtete Bockelt.

    Für Mitgliederversammlungen der Kleintierzüchter stünde künftig das Vereinsheim des GZV zur Verfügung, so auch wie jetzt zur Jahreshauptversammlung, bekräftigten die Vorsitzenden Neuhöfer und Bockelt übereinstimmend. (uk)

    Künftig nutzt der Kleintierzuchtverein Hofheim die Ausstellungshallen des Geflügelzuchtvereins Ibind und Umgebung in Hofheim für seine Züchterschauen, wie auf diesem Bild vom Oktober 2017 bei der überregionalen Kaninchenschau. Foto: Ulrich Kind

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