• aktualisiert:

    ERMERSHAUSEN

    Horst Höhn gestorben: Ermershausen verliert einen Aktivposten

    Horst Höhn † Foto: Helene Lutz

    Ernste Krankheiten hat er bezwungen, Verletzungen durch zwei Autounfälle überstanden – den Kampf gegen die Folgen eines Sturzes hat er jetzt verloren. Horst Höhn ist am 7. August in einer Bamberger Klinik gestorben. Die Urnenbeisetzung ist am Freitag, 17. August, um 14 Uhr auf dem Friedhof in Ermershausen.

    Horst Höhn wurde 81 Jahre alt und zählte zu den Aktivposten in der Ermershäuser Dorfgemeinschaft. Als gebürtiger Ermershäuser ist er mit fünf Geschwistern in der örtlichen Gastwirtschaft und Metzgerei aufgewachsen. 1960 heiratete der gelernte Metzger seine Hanne, mit der er bis zu seinem Tod in dem 1972 gebauten Haus in der Hauptstraße wohnte.

    Gesundheitliche Gründe zwangen den späteren Metzgermeister, der auch viele Jahre als Hausmetzger gefragt war, zur Umschulung zum Lageristen. In seiner Freizeit beschäftigte er sich vor allem mit seiner Leidenschaft: der Musik. Von 1964 bis 1974 war er Obmann des Ermershäuser Posaunenchors und von 1974 bis 2000 als Dirigent und Leiter tätig. Er absolvierte etliche Lehrgänge und bildete rund 50 Bläser aus.

    Die Chorleitung beim Gesangverein, der Liedertafel 1885 Ermershausen, hatte er ab 1977 inne. Daneben war er dort viele Jahre stellvertretender Vorsitzender. Auf seine Initiative hin wurde 1980 der gemischte Chor gegründet. Wegen mangelnder Sänger wurde der Chor – auch zu Höhns Bedauern – im Jahr 2008 stillgelegt.

    Daneben war Horst Höhns Meinung 24 Jahre lang im Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Ermershausen gefragt. Beim 1965 gegründeten Kegelclub „Bettschoner“ gehörte er zu den Gründungsmitgliedern, hatte dort rund 35 Jahre des Protokollbuch geführt und beriet den Verein bis zuletzt als passives Mitglied. Er war treues Mitglied der Spielvereinigung Ermershausen, die ihn 2002 zum Ehrenmitglied machte. In guter Erinnerung werden Horst Höhn auch die Zeitungszusteller im oberen Haßgau behalten. Als Zeitungsfahrer belieferte er sie über 15 Jahre lang zuverlässig täglich ab 3.30 Uhr mit dem „Bote vom Haßgau“. Foto: Helene Lutz

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!