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    EBERN

    Hummel-Aktion: In Ebern summt und brummt es

    Ebern will zu einer nachhaltigen Stadt werden und mit „Ebern summt – und brummt“ die 18. Stadt in Deutschland werden, die in das Gesamtprojekt „Deutschland summt“ der Stiftung für Mensch und Umwelt einsteigt. Dies betonte Bürgermeister Jürgen Hennemann am Sonntag während des Laetare-Marktes am Stand des Bund Naturschutzes (BN) Ebern. Hier wurde die Hummelaktion „Wer brummt denn da?“ eröffnet, die in den nächsten Wochen und Monaten viele Hummeln aufspüren möchte.

    Wie andere Bienenarten, ist die Hummel als wichtige Bestäuberin vom Klimawandel und anderen Veränderungen bedroht. Drei Viertel aller Blütenpflanzen werden von Hummeln, Bienen und Wespen bestäubt – einige Pflanzenarten fast ausschließlich von Hummeln, wie Klee, Lupinen, Wicken, Erbsen und Bohnen. Hummeln sind viel emsiger als Honigbienen. Bis zu 1000 Blüten besucht eine Hummel am Tag. Allein 500 Blüten muss sie aufsuchen, um ihren Eigenbedarf von einem Zehntel Gramm Nektar zu decken.

    Hummeln gelten als friedfertig und genießen bei den meisten Menschen einen besseren Ruf als Wespen oder andere Bienenarten. Der BN startete deswegen eine Hummelaktion und will die Bevölkerung ins Boot holen. Er möchte wissen, wie es um die Hummel in der Region aussieht und welche Hummeln es gibt. Jeder kann sich beteiligen, am leichtesten mit einer kostenlosen WhatsApp, die man herunterladen und mit unter der Nummer (0 163) 9 63 19 87 unter seinen Kontakten speichern kann. Dann könne man eine Hummel im eigenen Garten fotografieren und zusenden. Hummelkenner schauen diese Hummel genau an und antworten, welche Hummel man gefunden hat.

    Die Ausstellung zeigte unterschiedliche Hummeln und informierte über Nistkästen für Hummel sowie über Altholz und Baumaterialien, in denen sich Hummel gerne aufhalten.

    Laut Bürgermeister Hennemann gebe es in Ebern einen Steuerkreis, dem viele Partner, wie Imker, Obst- und Gartenbauverein, Bürgerverein, Stadt und Bauhof sowie die Baunach-Allianz angehörten. Projekte und Ideen seien aufgelistet worden und Ziel sei es, in den kommenden Wochen, das Thema „Nachhaltigkeit“ in der Stadt, der Baunach-Allianz und der Region stärker zu fördern.

    Nach Aussage von Klaus Mandery, dem Vorsitzenden des BN, gehe die Stadt keine finanziellen Verpflichtungen ein. Auch werde in Ebern die ursprüngliche Idee der „Honigbienen auf die Dächer“ durch eine intensive Bewerbung der Blüten und Wildbienen angereichert. Das Projekt könne sich für Ebern als Werbeträger entwickeln.

    Die „Hummel-Aktion“ war ein erster Schritt in die Öffentlichkeit und die zahlreichen Besucher zeigten großes Interesse. Die Stadt und die Baunach-Allianz beteiligten sich ihrerseits am Projekt „blühender Landkreis“ und wollten Blühflächen anlegen. Durch den BN und IfBi gebe es Mitmach-Aktionen für Kinder, Exkursionen oder Unterstützung von Wildbienen-Nisthilfen. Der Imkerverein lade jeden Samstag um 15 Uhr zum öffentlichen Imkern am Bienenstand in Fierst ein und der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege informiere über den bienen- und hummelfreundlichen Garten. Schließlich stelle der Bürgerverein alte Imkergerätschaften aus.

    Nun sei es am Stadtrat einen Beschluss zu fassen. Dann könnten die Aktivitäten vorgestellt werden. Als möglicher Termin ist Ende April/Anfang Mai anvisiert.

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