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    ZEIL

    ILE-Bürgermeister: Zeiler Bad wichtig für die Infrastruktur

    „Mut gewinnt“ war die Fühlkasten-Aktion der Lebensregion plus bei der Spaßmeile in Dingolshausen überschrieben. Rauhenebrachs Bürgermeister Matthias Bäuerlein, Vorsitzender der ILE Lebensregion, war einer der Ersten, die am Stand von Ulla Schmidt (Mitte) und FÖJ'lerin Elisabeth Holsten die Hand blind in die Kästen steckten. Foto: Sabine Weinbeer

    Die Bürgermeister der ILE Lebensregion plus (Rauhenebrach, Oberaurach, Knetzgau, Sand, Eltmann, Zeil und die Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach) sind sich einig, dass das Hallenbad Zeil eine wichtige Infrastruktureinrichtung im Maintal ist, sowohl für den Schulsport als auch für die Freizeitgestaltung. Das unterstrichen sie in ihrer Juni-Zusammenkunft im Zeiler Rathaus.

    Es sei wichtig, der Staatsregierung gegenüber deutlich zu machen, dass das Hallenbad von zentraler Bedeutung ist. Auch eine drohende Schließung in Knetzgau müsse unbedingt abgewehrt werden, denn „auch die Bevölkerung zwischen Bamberg und Schweinfurt hat einen Anspruch auf die Möglichkeit zum Schwimmen“, sagte Stefan Paulus, der dringend davor warnte, dass sich die Kommunen in diesem Punkt auseinander dividieren lassen. „Eigentlich ist das Aufgabe des Staates“, betonte der Knetzgauer Bürgermeister. Schließlich gehe es hier nicht um luxuriöse Spaßbäder.

    In Zeil stehen hohe Investitionen an, die die Stadt ohne Hilfe nicht schultern kann, Knetzgau findet keine endgültige Lösung für die Wasserqualität. Bürgermeisterin Gertrud Bühl und die Bürgermeister der übrigen ILE-Gemeinden erklärten, dass sie durchaus bereit sind, ihren Beitrag für den Erhalt des Zeiler und Knetzgauer Hallenbades zu leisten, doch ohne staatliche Förderung seien auch sie überlastet. Mit dem Hinweis, ein halbes Schulschwimmbad zu betreiben, könne sich die Kreisstadt nicht aus der Affäre ziehen. Die ILE-Bürgermeister regen an, die Bedeutung als Schul- und Freizeitbad festzustellen, damit ein Antrag auf besonderen Bedarf gestellt werden kann.

    Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler, der ebenfalls nach Finanzierung seiner Freibad-Sanierung sucht, erklärte: „Dauernd wird Neues überlegt, nach Leuchtturmprojekten gesucht. Wir können unsere Attraktivität besser stärken, wenn wir unsere vorhandenen Einrichtungen auf modernen Stand bringen. Seit Monaten laufen Spitzengespräche, das Land ist hier in der Verantwortung“.

    Wesentlich zur Attraktivität der Region beigetragen hat in den vergangenen Jahren die Entwicklung im Weinbau, darin waren sich die Bürgermeister einig. Susanne Volkheimer vom Landkreis-Tourismus stellte Überlegungen vor, wonach neben der Wallfahrtskirche Maria Limbach ein „Magischer Ort des Frankenweins“ unter der Dachmarke „terroir f“ für das Abt-Degen-Weintal entstehen könnte. Einen solchen Aussichtspunkt haben die ILE-Bürgermeister vergangenes Jahr besichtigt.

    Für eine Umsetzung stehen Fördermittel des Weinbauverbands in Aussicht, auch die Winzer würden sich finanziell engagieren. Viele Überlegungen wurden bereits angestellt, doch brauche man jetzt einen konkreten gestalterischen Ansatz, um dann zu klären, ob man das Projekt umsetzt und ob es die Zuschüsse gibt, so ILE-Managerin Ulla Schmidt. Die 6000 Euro für die Planung könnte verschiedene Akteuren aus dem Abt-Degen Weintal übernehmen.

    Schmidt informiert über eine Umfrage in den ILE-Gemeinden zum Thema Mitfahrerbänke, das in Knetzgau der Gemeinderat behandelt hat. Alle Allianzen im Landkreis hätten das Thema besprochen, Ziel sei eine Vernetzung. Knetzgau habe schon einmal einen Antrag auf Leader-Förderung gestellt, für 16 Bänke ergäben sich Gesamtkosten von fast 50 000 Euro mit Schildern und Überdachungen. Für Sand wäre das Thema wohl mit einer Bank geklärt, alle anderen Gemeinden mit mehreren Ortsteilen werden die Mitfahrerbänke im Gemeinderat besprechen.

    Stefan Paulus forderte die ILE-Kommunen auf, sich wie Knetzgau gegen die zunehmende Verkehrsbelastung der Orte zu wehren. Dabei gehe es erst weniger um große Umgehungen, als „um mehr Mitspracherecht bei verkehrlichen Anordnungen auf Kreis- und Staatsstraßen, bei Themen wie Tempobeschränkungen oder Verkehrsberuhigung“. Dafür erntete er sofort Zustimmung, vor allem von Bernhard Ruß und Michael Ziegler, die beide um 70er-Beschränkungen an bestimmten Stellen ihrer Gemeindegebiete kämpfen. Paulus aktiviert derzeit seine Bevölkerung, um mit mehr Rückendeckung bei den Behörden auftreten zu können.

    Ausführlich beschäftigten sich die Bürgermeister mit dem Thema Datensicherheit und Datenschutz. Aufgaben, die kleine Gemeinden nicht alleine lösen können.

    ILE-Managerin Schmidt berichtete von der „Spaßmeile“ in Dingolshausen, wo sie mit dem Forstbetrieb Ebrach und dem Nachhaltigkeitszentrum Wald in Handthal die Lebensregion plus präsentierte und besonders das neue Trekkingerlebnis vorstellte.

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