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    SAND

    In fast allen Sander Vereinen war er zu Hause

    Arthur Schneider – hier bei einer der zahlreichen Kurreisen, die er als Reiseleiter begleitete – feierte seinen 95. Geburtstag. Foto: Günther Schneider

    Im AWO-Seniorenzentrum in Knetzgau feierte am Mittwoch Artur Schneider seinen 95. Geburtstag. Geboren in Gabolshausen bei Bad Neustadt, führte ihn die Liebe zu seiner Frau Erna 1950 in seine neue Heimat nach Sand. In der Korbmachergemeinde arbeitete er zunächst als Einzelhandelskaufmann beim Konsum, bis er 1955 als Posthalter die Poststelle in Sand übernahm. 1978 wechselte er vom Postdienst zum Fernmeldeamt nach Bamberg, wo er 1984 als Postsekretär in den Ruhestand ging.

    Infolge seiner aktiven Tätigkeit als Gewerkschaftler bei der Post wurde Artur Schneider bereits 1964 in den Bezirkspersonalrat in Nürnberg gewählt und war dort Mitglied bis zu seiner Pensionierung. Sein gekonntes Wirken brachte ihm 1966 zusätzlich die Berufung in den Hauptpersonalrat nach Bonn ein. Im Jahre 1975 erhielt er für sein Wirken in der Postgewerkschaft den Bundesverdienstorden.

    Auch in das Sander Vereinsleben brachte sich Artur Schneider ein. So war er in den früheren Jahren Mitorganisator der Theatergruppe der KAB, Mitgestalter des Sander Faschings und über viele Jahre der erste Sitzungspräsident der Sander Büttensitzungen. Heute ist er noch Mitglied bei FC Sand, VDK, KAB und dem Obst- und Gartenbauverein.

    Mit dem damaligen Bürgermeister Franz Blasl und Hugo Ackermann kämpfte er bei der Gebietsreform für den Erhalt der Selbstständigkeit von Sand. Ferner gründete er mit Franz Blasl die Bürgerinitiative gegen eine Schweinemastfabrik, bei der er zum Vorsitzenden gewählt wurde.

    Nach einer Betätigung im Rentenalter suchend, organisierte Artur Schneider mit seinem Sohn Bernhard Wallfahrtsreisen nach Lourdes sowie Erholungs- und Kurreisen in Deutschland, nach Italien, in die Slowakei und nach Ungarn. 1998 gründete er mit seinem Enkel Jürgen ein eigenes Reiseunternehmen, in dem er 23 Jahre unter anderem als Reiseleiter tätig war.

    1999 konnte Artur Schneider zusammen mit seiner Ehefrau Erna die Goldene Hochzeit feiern, ehe sie 2003 nach kurzer Krankheit verstarb. Nach einigen Operationen und einer schweren Erkrankung im Juni 2014 wurde er von der Familie und Schwiegertochter Mechthild gepflegt. Seit Juni 2017 wohnt er im AWO-Heim in Knetzgau, wo er sich gut eingelebt hat und fast täglich Besuch aus Sand bekommt. Da sein Gesundheitszustand eine große Feier nicht mehr zugelassen hatte, wurde nur im kleinen Kreise mit seinen beiden Söhnen Bernhard und Günther sowie der Familie gefeiert. (cl)

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