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    Knetzgau: Wie groß der Müllberg in einer Woche wird

    Die Dreiberg-Schule in Knetzgau setzt sich immer wieder mit Klima, Klimaschutz und Plastikverseuchung der Welt auseinander. Aktuell sammelten die Schülerinnen und Schüler eine Woche lang den Plastikmüll aus ihrem Zuhause und brachten diesen mit in die Schule, wo er als „Berg” aufgestapelt zum Nachdenken animierte. Foto: Christiane Reuther

    Die Themen Klima, Klimaschutz und Plastikverseuchung der Welt sind derzeit in aller Munde. Die Dreiberg-Schule in Knetzgau beschäftigt sich immer wieder mit diesem Thema. Im Rahmen der „Woche für Gesundheit und Nachhaltigkeit“ haben sich die Schüler in allen Klassen mit dieser Thematik auseinander gesetzt.

    Aktuell stand nun Anfang November eine Woche lang das „Plastik- und Klimaschutz-Projekt“ im Mittelpunkt. Die Schüler der Grund- und Mittelschule setzten sich speziell mit dem „Plastik“ und „Kunststoffverpackungen“ sowie einem bewussteren Umgang damit auseinander, wie Schulleiterin Antje Schorn gegenüber dieser Redaktion erklärte.

    Dass die Entsorgung von Kunststoffen extreme Auswirkungen auf das Ökosystem der Weltmeere und der Erde habe, sei bekannt. Heutzutage gebe es in den Weltmeeren kaum noch einen Fisch, der nicht Mikroplastik im Bauch habe. Dies sei mit großen Folgen für die Menschheit verbunden.

    Viele Folgen sind unbekannt

    Die Folgen für das Klima seien dagegen weniger bekannt, aber ebenso bedeutend, wie Schorn den Schülern und den Eltern im Vorfeld erklärte. Vor allem die Kunststoffproduktion trage dazu bei, dass der Ausstoß von schädlichen Treibhausgasen immer weiter ansteige und so das Klima auf der Erde weiter schädige.

    Dies nahm die Schulleitung zum Anlass, gemeinsam mit den 361 Schülerinnen und Schülern über den bewussten Umgang mit Plastik und Kunststoffverpackungen nachzudenken.

    Zunächst stand in allen Klassen das Thema „Plastikproblematik der Welt“ zur Debatte. Dann folgte mit Unterstützung der Eltern eine Plastiksammelaktion mit der Fragestellung: „Wie viel Plastikmüll erzeugen wir?“. Eine Woche lang haben die Kinder und Jugendlichen den zu Hause anfallenden Plastikmüll gesammelt, gesäubert und in einer Tüte mit in die Schule gebracht.

    Um zu visualisieren, wie viel Plastik sich innerhalb einer Woche ansammelt, haben die Schüler ihren gesammelten Plastikmüll zu einem erstaunlichen „Berg“ aufgestapelt. Dieser wurde dann gemeinsam von den Mittelschülern und ihren Lehrern zum Wertstoffhof in Knetzgau gebracht.

    Das Thema werde nun im Unterricht weitergeführt, wie die Schulleiterin sagte. Unter anderem stehen folgende Fragen im Mittelpunkt „Wie kann man Plastik im Alltag vermeiden?“ oder „Was kann der Einzelne dazu beitragen?“.

    Angedacht sei auch eine komplett plastikfreie Woche an der Schule. Dann sollen die Schülerinnen und Schüler bewusst auf Plastikverpackungen verzichten, um sich so den Zusammenhang zwischen Plastik und Klimaschutz bewusst zu machen.

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