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    Knetzgau: Wo ein „kleiner Kreisel“ den Verkehr beruhigen soll

    Der Löschweiher in Oberschwappach am Ortsende in Richtung Wohnau verliert Wasser. Beim Ortstermin machte sich das Gremium Gedanken über das weitere Vorgehen. Foto: Christiane Reuther

    Immer wieder beschweren sich die Knetzgauer bei ihrer Gemeindeverwaltung über die Raser. Bei der Bauausschusssitzung am Dienstag nahmen die Gemeinderäte die Kreuzung Gozbold-Straße/Pfarrer-Keßler-Straße im Knetzgauer Neubaugebiet „Höret II“ im Beisein von einigen Anwohnern einen Gefahrenschwerpunkt in Augenschein.

    Der wird, das kristallisierte sich bei dem Treffen heraus, mit relativ einfachen Mitteln entschärft. Kunststoffelemente auf der Straße sollen eine Art „kleinen Kreisverkehr“ bilden, geplant ist, das Projekt bis zum kommenden Frühjahr abzuschließen.

    Es gibt noch mehr Baustellen

    Bürgermeister Stefan Paulus ist sich bewusst, dass es noch weitere Gefahrenschwerpunkte im Gemeindebereich gibt, wie er sagte. Mit diesen will sich die Verwaltung nach und nach intensiv auseinander setzen. Der Bürgermeister appellierte an die Bürger, langsamer zu fahren. Denn oftmals wären es aus seiner Sicht die Anwohner selbst, die sich zum schnelleren Fahren verleiten ließen.

    Ein weiterer Punkt war das Projekt „Schwarzer Adler“ in Westheim. Das leerstehende ehemalige Gasthaus, das unter Denkmalschutz steht, wird saniert und in ein Dorf- und Gemeinschaftshaus umfunktioniert. Der Spatenstich für das 2,6 Millionen-Euro-Projekt fand Ende August statt.

    Das Gremium konnte sich beim Ortstermin selbst einen Eindruck vom Baufortschritt machen. Bei den bereits erfolgten Abbrucharbeiten eines Nebengebäudes wurde ein altes Kellergewölbe mit einer Treppe freigelegt. Jetzt geht es an die Entkernung des bestehenden Hauptgebäudes. Im Obergeschoss ist der geplante Veranstaltungsraum bereits zu erahnen. Laut Bürgermeister liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Ferner zeigte sich Paulus optimistisch, dass keine weiteren Kostensteigerungen zu erwarten sind.

    Der Löschweiher in Oberschwappach am Ortsende in Richtung Wohnau verliert Wasser. Beim Ortstermin, bei dem auch der Oberschwappacher Gemeinderat Udo Vogt anwesend war, klärte dieser über den Sachverhalt auf. Der See wurde von der Gemeinde ohne Fischbesatz verpachtet. Da der See umzukippen drohte, hat der Pächter Fische eingesetzt. Jetzt bemängelte der Pächter den zu niedrigen Wasserstand mit einer Tiefe von knapp einem Meter.

    Fehlerhafte Dichtung

    Vogt bezeichnete den See in seiner Funktion als Löschweiher für angrenzende landwirtschaftliche Betriebe zudem wichtig. Beim Bau des Radweges, der unmittelbar am Löschweiher vorbeiführt, wurde offensichtlich vor einigen Jahren der bestehende Zu- und Ablauf nicht entsprechend abgedichtet. Das Problem soll in einer der nächsten Sitzungen im Gemeinderat weiter behandelt werden.

    Ebenfalls in Oberschwappach war eine weitere Ortseinsicht. Zwei Anwohner hatten sich an die Gemeinde gewandt, ihnen eine Zufahrt zu einem öffentlichen Flurweg zwischen Ober- und Unterschwappach zu gewähren. Den Unterbau für die rückwärtige Ausfahrt, die sich auf einer gemeindlichen Fläche befindet, müssen sich die Anwohner mit der Aufbringung von Schotter selbst herrichten.

    Das Gremium vom Bauausschuss konnte sich beim Ortstermin einen Eindruck vom Baufortschritt des Projektes „Schwarzer Adler” in Westheim machen. Bei den bereits erfolgten Abbrucharbeiten eines Nebengebäudes legten die Arbeiter ein altes Kellergewölbe mit einer Treppe frei. Foto: Christiane Reuther

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