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    KNETZGAU

    Knetzgau und Haßfurt kurz vor dem Zusammenschluss

    Die Gemeinde Knetzgau lässt sei mehr als zehn Jahren den Klärschlamm von einem externen Anbieter vor Ort entwässern. Das soll sich ändern: Knetzgau favorisiert zukünftig eine Klärschlammtrocknung mit der Stadt Haßfurt. Foto: Christiane Reuther

    Die Gemeinde Knetzgau favorisiert eine Klärschlammtrocknung mit der Stadt Haßfurt. Das kristallisierte sich in der Gemeinderatssitzung am Montagabend heraus.

    Knetzgau lässt seit mehr als zehn Jahren den Klärschlamm von einem externen Anbieter vor Ort entwässern – mit anschließendem Abtransport und thermischer Entsorgung, erklärte eingangs Bürgermeister Stefan Paulus.

    Viele Kläranlagenbetreiber würden ihre Klärschlämme immer noch auf landwirtschaftlichen Flächen aufbringen. Dies sei aus Gründen des Umweltschutzes nicht mehr möglich. Da die Kapazitäten der Verbrennungsanlagen immer knapper werden, würde sich die Entsorgungssituation der Kommunen verschärfen.

    Paulus verwies in diesem Zusammenhang auf die GUT Haßberge, die durch den Bau einer zentralen Klärschlammtrocknungsanlage an der Biogasanlage Hofheimer Land einen interkommunalen Entsorgungsweg ermögliche.

    Nicht alle sitzen im Boot

    Dafür soll ein Zweckverband gegründet werden, der wiederum in eine Gründung einer gemeinsamen Gesellschaftsform mit Südwasser Erlangen fließen soll. Der getrocknete Klärschlamm soll im Gemeinschaftskraftwerk in Schweinfurt verbrannt werden. Die Städte Ebern, Haßfurt, Eltmann und die Gemeinden Theres und Gädheim werden sich nicht an dem Zweckverband beteiligen und eigene Entsorgungslösungen suchen. Wie Paulus weiter ausführte, verlangt der Abfallwirtschaftsbetrieb Haßberge zeitnah eine definitive Aussage, ob Knetzgau dem geplanten Zweckverband beitritt, da sonst das reservierte Kontingent verfalle. In dieser Angelegenheit hat die Gemeinde laut Bürgermeister Gespräche mit der Stadt Haßfurt geführt, die bereits eine Klärschlammtrocknung betreibt und diese deutlich erweitern möchte.

    In einem Vorgespräch habe die Stadt Haßfurt ihre Bereitschaft signalisiert, den entwässerten Klärschlamm aus Knetzgau anzunehmen. Über die anfallenden Kosten konnte noch keine Aussage getroffen werden.

    Für die favorisierte Lösung mit Haßfurt spricht, dass kurze Transportwege anfallen. Nach regem Meinungsaustausch bestand am Ratstisch Einverständnis, mit der Nachbarstadt eine gemeinsame Trocknung anzugehen. Sobald nähere Informationen vorliegen, wird das Gremium eine Entscheidung treffen.

    Der Gemeinderat hat für das neue Wanderwegekonzept für die Fünf-Sterne-Gemeinden keine Einwände erhoben. Vorgesehen ist, dass 44 Rundwege (bisher 36 Rundstrecken mit Fernwanderwegen und Wegen des Steigerwaldclubs, wovon sechs Rundstrecken im Gemeindebereich von Knetzgau lagen) neu ausgewiesen werden. Davon werden in jeder Gemeinde sogenannte „Top-Wanderwege“ mit besonderen Highlights separat ausgewiesen und beworben.

    Zwei Wanderwege sind besonders

    In Knetzgau gibt es künftig neun Rundwege, davon zwei „Top-Wanderwege“. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 254 000 Euro. Für Knetzgau fällt ein Anteil von 51 200 Euro an, der mit 50 Prozent gefördert wird. In der Knetzgauer Flur sollen insgesamt 67 Wegweiser und zwölf neue Infotafeln installiert sowie 15 Bänke und vier Rastplätze eingerichtet werden.

    Die Gemeinde Knetzgau ist in das Förderverfahren „Höfebonus“ eingestiegen. Die Erschließungsmaßnahmen wurden öffentlich ausgeschrieben und die Aufträge vergeben. Mit der Maßnahme soll die Breitbandversorgung der Gemeinde Knetzgau in Knetzgau selbst, Zell und Hainert verbessert werden.

    Der Gemeinderat hat die Entlastung der Jahresrechnungen für die Jahre 2015 und 2016 einstimmig beschlossen. Heinrich Düring (SPD) vom Rechnungsprüfungsausschuss ging vor dem Gemeinderat in die Details, berichtete seinen Kolleginnen und Kollegen aber von keinen großen Mängeln.

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