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    KÖNIGSBERG

    Königsberg: Warum es ohne Engagement nicht geht

    Viele Bewohner Königsbergs und seiner Stadtteile waren der Einladung von Bürgermeister Claus Bittenbrünn zum Neujahrsempfang auf dem Marktplatz gefolgt.
    Viele Bewohner Königsbergs und seiner Stadtteile waren der Einladung von Bürgermeister Claus Bittenbrünn zum Neujahrsempfang auf dem Marktplatz gefolgt. Foto: Gerold Snater

    Wie im vergangenen Jahr wurde in Königsberg das neue Jahr auch diesmal auf eine besondere Art und Weise begrüßt. In einem ökumenischen Gottesdienst in der Marienkirche, den Pfarrer Peter Hohlweg, Pastoralreferentin Claudia Nowak, Pfarrerin Claudia Winterstein und Pfarrer Dieter Grimm gemeinsam leiteten, wandte sich Pfarrer Dieter Grimm in einer eindrucksvollen Predigt an die vielen Gläubigen.

    Im Anschluss lud Bürgermeister Claus Bittenbrünn die Bürger aus Königsberg und seinen Stadtteilen zu einem Sektempfang auf den Marktplatz ein. „Ein Jahreswechsel ist kein Wendepunkt, aber er gewährt uns immer, im Gegensatz zum sonst meist hektischen Alltagsbetrieb, einen Moment des Innehaltens“, sagte Bittenbrünn.

    So knüpfte er zu Beginn seiner Ansprache an die derzeitige Situation in den Wäldern an, die ein Umdenken erfordere. So müsse auch in der Stadt, im Stadtrat eine Zukunftsplanung für erneuerbare Energien, für Klima- und Naturschutz erarbeitet werden, um nachhaltig zu wirtschaften: „Wir müssen alle – gerade in der Klimapolitik und in unserem Konsumalltag – umdenken, um die Zukunft zu gestalten. Aber wir dürfen dabei nicht alles schlecht reden lassen und aus jedem Problem gleich einen Notstand oder Skandal machen“.

    Der Weg ist richtig

    Bei diesem Moment des Innehaltens stellte Claus Bittenbrünn fest, dass der Weg, den die Stadt 2014 eingeschlagen habe, richtig sei. Viele Projekte seien erledigt oder angestoßen worden. Die vergangenen Jahre hätten bewiesen, dass eine vernünftig wirtschaftende Verwaltung und engagierte Bürger zusammen viel erreichen können.

    Unter der Überschrift: „Was hat sich in der Stadt, der Verwaltung, im Stadtrat getan? Was tut sich 2020?“, führte er zunächst die vielen beendeten Projekte auf, zum Beispiel die Dorferneuerung in Kottenbrunn, den Kanalbau in Junkersdorf, die Kläranlage in Altershausen, die Generalsanierung des Friedhofes in Römershofen oder die Sanierung des Funktionsgebäudes am Sportplatz. Im Baugebiet „Obere Mühle“ fanden alle Bauplätze – bis auf einen – innerhalb kürzester Zeit Käufer.

    Viele Projekte seien im Laufen, zum Beispiel die Schulsanierung, Straßenerneuerungen, der Bau von Wohnmobilstellplätzen oder die Dorferneuerung in Holzhausen. Stolz zeigte sich das Stadtoberhaupt über die um mehr als die Hälfte gesunkene Pro-Kopf-Verschuldung, „wir haben aber immer noch einen riesigen Sanierungsstau“. Als besonders positiv hob er das neue Seniorenwohnheim und das Hallenbad hervor, letzteres sei Dank der Familie Otto Kirchner „in einem top Zustand“. Dass die Jugendherberge schloss, habe ihn enttäuscht.

    Ergänzend meinte Bittenbrünn: „Jede Kommune lebt von der Mitwirkung ihrer Bürgerschaft. Eine Stadt ist kein anonymes Gebilde, in dem einige wenige für alles verantwortlich sind. Königsberg und alle Stadtteile, das sind vielmehr wir alle, jeder und jeder Einzelne von uns. Und deshalb kommt es auch auf den Einzelnen an. Die Qualität unserer Gemeinschaft hängt ganz entscheidend vom bürgerschaftlichen Engagement unserer Bürger ab.“

    Abschließend nannte Bittenbrünn einige Termine im kommenden Jahr und dankte allen, die sich für Königsberg eingesetzt hätten.

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