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    ELTMANN

    Kontrapunkt gegen radikale Wahlwerbung

    Als Initiative gegen Hetze und Ausgrenzung durch Europawahl-Plakate rechter Parteien hängte in Eltmann am Samstag die Gruppe „Eltmann ist bunt“ Plakate auf. Das Bild zeigt (von links) Paul Kremer, Carolin Volk, Luis Kremer, Holger Volk, Joachim Stark, Günther Hofmann, Peter Rebhan und Manfred Nölscher. Foto: Sabine Weinbeer

    Unter dem Motto „Eltmann ist bunt“ setzten am Samstag eine Gruppe politisch Aktiver und die im Stadtrat vertretenen Fraktionen in Eltmann ein Zeichen zur Europawahl und gegen die Plakat-Sprüche rechter Parteien. Carolin Volk, die in Nürnberg lebt, besuchte kürzlich ihre Eltern in Eltmann und war bestürzt über die massive Plakatierung der NPD. „Das hat uns auch erschreckt, über Nacht waren die da, in der Bamberger Straße und von der Schule in Richtung Weisbrunn an jedem Laternenmast“, erklärt dazu Paul Kremer.

    Und Joachim Stark ergänzt: „Je höher die Plakate, desto flacher die Parolen.“ Die Plakate der rechten Parteien hängen nämlich immer ziemlich hoch oben an den Laternenmasten. Das kommt der Gruppe „Eltmann ist bunt“ jetzt entgegen. Sie wollen unter jedes dieser Plakate eines der Ihrigen hängen, um einen Kontrapunkt zu setzen.

    Zeichen gegen Ausgrenzung

    Carolin Volk schloss sich dafür mit Freunden von einst kurz und ihr Anliegen fiel auf fruchtbaren Boden. Schnell waren alle im Stadtrat Eltmann vertretenen Fraktionen an Bord, um die Plakate zu finanzieren und beim Aufhängen zu helfen. Carolin Volk setzte ihre berufliche Qualifikation ein, zeichnete einen Entwurf und beauftragte das Plakat als Express-Fertigung.

    So konnten Carolin Volk und ihr Mann Holger, Manfred Nölscher, Peter Rebhan, Paul Kremer und sein Bruder Luis sowie Joachim Stark und Günther Hofmann am Samstag zwei Wochen vor der Europawahl ausschwärmen und den bunten Kontrapunkt setzen.

    Die Plakate zeigen die Wallburg, sieben Sterne für die Stadt und ihre Stadtteile, angelehnt an den europäischen Sternenkranz, und den Text „Eltmann ist bunt und setzt ein Zeichen gegen extremistische Hetze und Ausgrenzung. Eine Initiative der im Stadtrat vertretenen Parteien und Wählergruppen für Weltoffenheit und Toleranz“. (swe)

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