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    Haßfurt

    Landkreis will mit den Schulen pro Jahr 1000 Bäume pflanzen

    Bäume gelten als wichtiges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. Der Landkreis Haßberge will deshalb künftig jährlich 1000 Bäume pflanzen. Wie das gelingen soll.
    Der Landkreis Haßberge will in den nächsten zwei Jahren jeweils 1000 Bäume in Zusammenarbeit mit den Schulen pflanzen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Foto: Rolf Vennenbernd, dpa

    "Bäume sind sehr wichtig für das Klima", sagte Guntram Ulsamer, Geschäftsführer des Kreisverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege, in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses. Denn sie speichern Kohlendioxid, bieten Lebensraum für Tiere und spenden Schatten. Der Landkreis Haßberge möchte deshalb 2020 und 2021 jeweils 1000 Bäume zusammen mit den Schulen der Region pflanzen. Der Vorschlag wurde von den Kreisräten einstimmig angenommen.

    Dazu liegt bereits ein Angebot einer Baumschule vor: 1000 Bäume aus fünf verschiedenen Baumarten sollen 8500 Euro kosten. Zu diesem Preis könnten das ja nur sehr kleine Bäume sein, merkte ein Kreisrat an, was Ulsamer bestätigte. Der Gartenbauverband schlägt verschiedene Baumarten vor, die vor allem mit Hitze, Trockenheit oder Spätfrösten gut zurecht kommen sollen. "Wir denken zum Beispiel an den Feldahorn, die Feldulme oder den Gingko-Baum", so Ulsamer. Es werde eine Mischung aus heimischen, aber auch neuen Sorten.

    Schüler kümmern sich um Bäume

    Um sicherzustellen, dass die Bäume nach dem Pflanzen nicht verwahrlosen und in trockenen Zeiten gegossen werden, will der Landkreis mit den Schulen kooperieren. Die Schüler sollen sich langfristig um die Bäume kümmern. Zunächst will der Landkreis mit den Gymnasien in Haßfurt und Ebern zusammenarbeiten, später dann auch mit weiteren Schulen. "Pro Schule stellen wir uns eine Größenordnung von circa 100 Bäumen vor", sagte Ulsamer. Die Bäume sollten im Umfeld der Schule gepflanzt werden, also im Stadtgebiet und nicht im Wald.

    Am Haßfurter Schulzentrum sollen die Bäume zum Beispiel auf dem Sportgelände und auf einer Freifläche im Obstbereich stehen. Außerdem will die Stadt Haßfurt auf dem Gelände der Bodendeponie an der Sailershäuser Straße eine Ersatzfläche zur Verfügung stellen. In Ebern wird außerdem das ehemalige Kasernengelände als Standort in Betracht gezogen, erklärte Ulsamer.

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