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    KREIS HAßBERGE

    Leader-Mittel für den Landkreis

    Mitfahrbänke will die Gemeinde Knetzgau aufstellen. Dafür gibt es finanzielle Mittel von Leader. Foto: Symbol Matthias Merz/DPA

    Mit europäischen Fördermitteln soll in der ehemaligen Synagoge Gleusdorf mit moderner Medientechnik die Geschichte der jüdischen Familien dargestellt und das Aussehen des Gebäudes und des ehemaligen Judenviertels rekonstruiert werden. Die mit der Erstellung eines Nutzungskonzeptes beauftragte Kunsthistorikerin Adelheid Waschka, die seit 18 Jahren die Synagoge in Reckendorf betreut, stellte dem Steuerkreis der LAG Haßberge kürzlich das Projekt „Ehemalige Synagoge Gleusdorf – Informationszentrum für die Orts- und Jüdische Geschichte“ vor. Darüber informiert das Landratsamt Haßberge in einer Pressemitteilung.

    Die ortsbildprägenden Gebäude standen Jahrzehnte lang leer und sollen durch das Projekt einer neuen Nutzung zugeführt werden, heißt es in der Mitteilung. Dabei soll vor allem die Bevölkerung eingebunden sowie auf die Geschichte des Ortes Untermerzbach mit seinem Schloss, seiner Lage an der Itz und seiner 2000-jährigen Siedlungsgeschichte eingegangen werden.

    Nicht über Leader finanziert werden laut der Meldung die baulichen Maßnahmen. Die Städtebauförderung und der Denkmalschutz seien hier Geldgeber, heißt es in der Pressemeldung. Die Öffnung zugemauerter Fenster soll Schaufenster in die Vergangenheit schaffen. Da die Halle täglich zugänglich sein soll, sei auch witterungsbeständige Gestaltung des Informationsmaterials unabdingbar. Hinsichtlich der Darstellung und Vermittlung von persönlichen Geschichten jüdischer Familien bestehe bereits Kontakt in die USA zur Familie Morgenthau. Weiterhin werde die Anknüpfung des Projekts an weitere Projekte und Stationen angestrebt.

    Möglichkeit zur Selbsthilfe

    Leader-Mittel wurden auch für das Projekt, „Mitfahrbänke für die Gemeinde Knetzgau“ gebunden, heißt es in der Mitteilung aus dem Herrenhof. Thomas Zettelmeier von der Gemeinde Knetzgau stellte dem Steuerkreis die Maßnahmen und Ziele hierzu vor. Mitfahrbänke sollen die Mobilität innerhalb der Gemeinde Knetzgau und in die Kreisstadt Haßfurt verbessern. Die Bürger sollen eine Möglichkeit zur Selbsthilfe erhalten, das bürgerschaftliche Engagement soll die Probleme des unzureichenden Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mindern.

    Aufgestellt werden die Mitfahrbänke in allen Ortsteilen der Gemeinde, um auch die Rückfahrt zu ermöglichen. Wo es möglich ist, sollen die Bänke in die Bushaltestellen integriert werden. Zudem sind sieben zusätzliche Haltestellen notwendig. Die Haltestellen sollen mit Wartehäuschen und entsprechend hohen Schildern zur Richtungsanzeige ausgestattet werden. „Dieses Projekt soll als Pilotprojekt im Landkreis umgesetzt werden und kann damit als Beispiel für andere Gemeinden im Landkreis dienen“, kommentierte der Vorsitzende der LAG Haßberge, Landrat Wilhelm Schneider.

    Bearbeitet von Markus Erhard

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