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    RÜGHEIM

    Leiten bedeutet Entscheidungen zu treffen

    Zu Beginn des zweiten Teils der Dekanatssynode gab Dekan Jürgen Blechschmidt (stehend) den Bericht des Präsidiums und des Dekans. Mit auf dem Bild (v. l. n. r.) Schriftführer Robert Autenrieth sowie die beiden Synodalpräsidenten Gisela Schott und Gerhard Koch. Foto: Jens Fertinger

    (jf) Am vergangenen Samstagvormittag fand in Rügheim die diesjährige Herbstsynode statt, die traditionell als Halbtagesveranstaltung organisiert ist. Zunächst feierten die Synodalen gemeinsam einen Abendmahlsgottesdienst, bei dem auch Pfarrer Wolfgang Scheidel als neuer Diakoniebeauftrager des Dekanats vorgestellt wurde. Die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes hatte der Bezirksposaunenchor unter der Leitung von Jürgen Koch übernommen, an der Orgel saß Dekanatskantor Matthias Göttemann. Die Tagesordnungspunkte bei der nachfolgenden Zusammenkunft im Martin-Luther-Haus beinhalteten den Bericht des Dekans und des Präsidiums, die Kenntnisnahme der Jahresrechnung 2010, ein Kurzreferat von Dekanatsmissionspfarrer Stephan Aupperle und den Zwischenbericht über das Dekanatsprojekt „Sich begegnen und vom Glauben reden“.

    Bei seiner Begrüßung hieß Dekan Jürgen Blechschmidt auch den Landessynodalen Robert Glenk und Diakon Günter Schubert sowie Alfred Neugebauer als Vertreter der katholischen Kirche willkommen.

    Die Predigt im Gottesdienst wurde von Pfarrer Scheidel gehalten, der die Herrnhuter Losungen für diesen Samstag als Grundlage für seine Ausführungen gewählt hatte. Abrahams Knecht kann uns als Beispiel dienen, denn er fragt Gott, wie er seinen Auftrag erfüllen kann: „Er schweigt, beobachtet, wartet ab, um eine Entscheidung auf dem Hintergrund von Gottes Willen zu treffen.“

    In Bezug auf die Synode meinte der Prediger, „dass sie eine deutliche Leitungsaufgabe auf allen Ebenen hat, und Leitung wird dadurch wahrgenommen, dass Entscheidungen getroffen werden – aber nicht aus Eigennutz und Eigeninteressen, sondern immer in enger Anbindung auf das Hören von Gottes Wort“.

    Kaum Planstellenkürzung

    Den Bericht des Präsidiums und des Dekans gab wie gewohnt Jürgen Blechschmidt selbst. Er erläuterte Veränderungen in den Gemeinden und im Pfarrkapitel und freute sich über die beschlossene lediglich geringfügige Planstellenkürzung.

    Daneben steht ein Umbruch in der Zuordnung jener Kirchengemeinden, die bisher von Schweinfurt aus betreut wurden, ins Haus: auch diese sollen zukünftig von der Verwaltungsstelle Bamberg betreut werden. Blechschmidt streifte kurz den Dekanatskirchentag vom Frühjahr dieses Jahres, gab wichtige Beschlüsse der Dekanenkonferenz bekannt und verwies vorausschauend schon auf die in einem Jahr anstehenden Kirchenvorstandswahlen.

    Berichte aus Mafinga

    Da alle weiteren Berichte in gebundener Form vorlagen, erhielt Dekanatsmissionspfarrer Stephan Aupperle die Gelegenheit, von der Gemeindemissionsbeauftragtenversammlung Ende September zu berichten.

    Anhand von beeindruckenden Bildern erhielten die Synodalen Einblick in die Arbeit an der Berufsschule in Mafinga, die neben dem Waisenhaus ein Partnerschaftsprojekt des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Rügheim darstellt.

    Aupperle informierte vor allem darüber, dass Mafinga wegen des Ausbildungszweiges in erneuerbaren Energien im Land einen guten Ruf hat und dafür bekannt ist, weil diese Schule die einzige Ausbildungsstätte in dieser Richtung ist.

    Im letzten Tagesordnungspunkt ging Jürgen Blechschmidt auf das laufende Dekanatsprojekt „Sich begegnen und vom Glauben reden“ ein, das nach drei Veranstaltungen zu verschiedenen Grundgedanken Anfang November mit einem weiteren Wochenende zum Thema „Besuchsdienst“ im CVJM-Heim Altenstein aufwartet.

    Schließlich erinnerte der Dekan noch an den Festgottedienst mit anschließendem Empfang am 31. Oktober, dem Gedenktag der Reformation. Mit Lied und Reisesegen ging gegen Mittag die diesjährige Herbstsynode zu Ende.

    Bei der Herbstsynode wurde Pfarrer Wolfgang Scheidel als Diakoniebeauftragter vorgestellt.

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