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    KREIS HAßBERGE

    Linksbündnis: Mit starker Liste in den Kreistag

    Linksbündnis: Mit starker Liste in den Kreistag
    Das Linksbündnis Haßberge stellt den Flugplatz Haßfurt in Frage. Die Finanzierung sollte keine Angelegenheit des Steuerzahlers sein, so die Linken. Foto: Michael Mößlein

    Auf seinem letzten Treffen diskutierte der Vorstand des Linksbündnisses Haßberge die Möglichkeiten der Teilnahme an den Kommunalwahlen im Jahr 2020. So war man sich einig darüber, wieder mit einer starken Liste zur Kreistagswahl anzutreten, heißt es in einer Mitteilung der Partei. Der Vorstand sprach die Hoffnung aus, wieder eine umfangreiche Liste mit fortschrittlichen Menschen, seien sie parteigebunden oder nicht, zustande zu bringen. Wobei Sabine Schmidt in diesem Zusammenhang insbesondere auf den Aktionstag „Politik braucht Frauen“ im Oktober in Schweinfurt hinwies.

    Nach wie vor sei auch der Flugplatz in Haßfurt ein aktuelles Thema der Kreistagspolitik, genauer gesagt, dessen Finanzierung, so die Verlautbarung. Trotz im Detail positiver Nutzungsmöglichkeiten erscheine dem Linksbündnis der Flugplatz weiterhin als ein Fass ohne Boden, zumal der Beitrag durch die Schweinfurter Konzerne und andere Firmen nicht gesichert sei und auf Spekulation beruhe. Durch diese Unsicherheiten drohe ein dauerhaftes Defizit. Das Linksbündnis stehe auf dem Standpunkt, dass die öffentliche Hand diese Verluste nicht zu tragen habe, zum jetzigen Zeitpunkt unter den gegebenen Verhältnissen den Nutzen im wesentlichen die Konzerne hätten, deren Flüge nicht aus Steuergeldern gefördert werden sollten, heißt es weiter.

    Über einen anderen Vorfall berichtete Vorstandsmitglied Ernst Hümmer. So sei an die Adresse des Linksbündnisses ein anonymes Schreiben eingegangen, heißt es in der Verlautbarung der Partei. In diesem Schreiben ohne Unterschrift, abgestempelt in Kempten, sei dem LBH mitgeteilt worden, dass es wegen „linksradikaler Umtriebe“ unter Beobachtung stehe und dass die „oftmals staatlich geförderten Verbindungen offengelegt würden“. Thomas Dietzel wird hierzu zitiert, das Linksbündnis würde sich über jede staatliche Förderung natürlich freuen, bis jetzt seien die Gelder aber noch nicht angekommen.

    Weiter sei in dem anonymen Schreiben darauf hingewiesen worden, dass die AfD jetzt den „Kampf gegen links“ führen werde, weil „Linke ungehindert die deutsche Öffentlichkeit terrorisieren“. Auch an andere Linke seien ähnliche Drohungen verschickt worden. Das anonyme Schreiben sei aufgrund bestimmter Umstände allerdings durchaus als Drohung zu verstehen. Das Linksbündnis betrachte solche Einschüchterungsversuche als Bestätigung, nicht alles falsch gemacht zu haben. Erfreut sei man auch darüber, dass das Wirken des LBH schon bis Kempten vorgedrungen sei.

    In diesem Zusammenhang kündigte Sabine Schmidt die nächste Veranstaltung des Linksbündnisses für den 11. September in Haßfurt an, bei dem es Gelegenheit gebe – auch anhand eines Dokumentarfilmes – das Verhältnis der Linken zur Gewalt zu diskutieren. (wos)

    Bearbeitet von Wolfgang Sandler

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