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    RÜGHEIM

    Mangel an Priestern wächst noch

    Die Amtseinführung von Pfarrerin Sonja von Aschen als Schulbeauftragte und Pfarrerin Claudia Winterstein als Kindergottesdienstbeauftragte bildeten das Zentrum des Festgottesdienstes zur Frühjahrssynode des evangelischen Dekanats Rügheim. Nachmittags befassten sich die Synodalen hauptsächlich mit einer Bibelarbeit, welcher der Predigttext des Sonntags Judika zugrunde lag. Pfarrer Martin Popp-Posekardt wurde während der Schlussandacht mit dem Segen in sein Amt als stellvertretender Senior des Pfarrkapitels eingesetzt.

    Die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes lag in Händen des Kleinen Bezirksposaunenchors mit Dirigent Jürgen Koch und Dekanatskantor Matthias Göttemann an der Orgel. Anhand der Erzählung von der „ehernen Schlange“ im vierten Buch Mose zeigte Dekan Jürgen Blechschmidt die Verbindung vom Alten zum Neuen Testament, wo im Johannes-Evangelium von der Erhöhung Christi die Rede ist. Dabei stellte er ein kisuahelisches Lied aus Tansania vor, das diese Verbindung zum Thema hat.

    Den Bericht des Präsidiums teilten sich der Dekan und die beiden Synodalpräsidenten. „Die Pfarrstellensituation im Pfarrkapitel wird sich leider in der kommenden Zeit nicht sehr entspannen“, sagte Blechschmidt. Der Grund: Für Burgpreppach liege noch keine Bewerbung vor und es sei auch kein Pfarrer zur Ausbildung ins Dekanat entsandt worden. Zudem wurde Anfang des Jahres Pfarrer Kai Garben (Westheim) verabschiedet, und noch dieses Jahr tritt Pfarrer Hans Körner (Rentweinsdorf) in den Ruhestand. Pfarrer Martin Hild (Oberlauringen) wird im September nach Münnerstadt ins Dekanats Bad Neustadt wechseln.

    Erfreut war das Präsidium, dass mit Diakonin Sabine Dresel die Nachfolge von Diakon Robert Hager so rasch über die Bühne gegangen ist. Auch das Ende der Vakanzzeit in Oberhohenried sei absehbar, denn Pfarrer Bodo Bergk wird wohl im Juni dort seinen Dienst beginnen.

    Während der Pfarrkonferenz Anfang der Woche wurde Pfarrerin Melanie von Truchseß als Seniorin der Pfarrkapitels und Pfarrer Popp-Posekardt als Stellvertreter gewählt.

    Abschließend wies das Präsidium noch auf wichtige Termine hin, zum Beispiel auf den Dekanatsfrauengottesdienst Mitte Juni, die Herbstsynode und der Dekanatsfrauentag im November. Ende Oktober ist der Festgottesdienst mit Dekanatsempfang.

    Blechschmidt erläuterte den Synodalen den Haushaltsplan 2018, dem diese zustimmten.

    Nach dem gemeinsamen Mittagessen trafen sich die Synodalen wieder im Martin-Luther-Haus und widmeten sich vertiefend dem im Vormittagsgottesdienst gehörten Predigttext. Dekan Blechschmidt gab ausführliche Erläuterungen zum Kontext und stellte den Anwesenden zwölf Impulse zum Nachdenken vor.

    In sogenannten Murmelgruppen befassten sich die Synodalen mit Fragen wie „Kann die Wüste als Symbol für Stationen unseres eigenen Lebens gelten?“, „Was sind die Vergleichspunkte zwischen der ehernen Schlange und Jesus Christus am Kreuz?“ oder „Ist das biblische Volk Israel als – warnendes oder gutes – Beispiel für uns zu sehen?“. Da die Gespräche erwartungsgemäß ergebnisoffen verliefen, gab es keine Zusammenfassung im Plenum.

    Die Schlussandacht befasste sich schwerpunktmäßig mit der Thematik „Amt und Dienst“.

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