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    OTTENDORF

    Marterla strahlt in neuem Glanz

    Das Marterla am Lindenplatz in Ottendorf erstrahlt in neuem Glanz. Das Bild zeigt (von links) Bildhauer Petro Schiller, ... Foto: Englert

    Bildstöcke sind Wahrzeichen fränkischer Landschaften und gelten als religiöse Werke der Bildhauerkunst. Dazu zählt auch das Marterla am Lindenplatz vor dem Anwesen der Familie Englert gegenüber der dreistufigen Linde.

    Der Sockel präsentiert sich mit einem romanisierenden Rundbogenfries, die Säule mit hohem Fuß ist unten mit einem Vierpassornament und oben mit einem Bogenfries verziert. Der zweireihige Reliefblock zeigt vorne eine Pieta, auf der Rückseite St. Wendelin. Die Bekrönung weist auf St. Georg auf einem Pferd hin, der den Drachen tötet. Im Jahr 1869 hatte Georg Eck und seine Frau Katharina diesen Bildstock errichten lassen. Dieser zeigte in den vergangnen Jahren massive Auflösungserscheinungen und bedurfte deshalb dringend einer Restauration.

    Daher beschlossen Bürgermeister Peter Kraus und sein Gemeinderat, diese Arbeit verrichten zu lassen. Schließlich wäre es schade, wenn Bildstöcke zerfallen, gehören sie doch zur Kultur Frankens.

    Übernommen hat die Restauration der Bildhauer und hauptsächlich als Steinmetz tätige Petro Schiller aus Königsberg zusammen mit seinem Team. Nach intensiven Untersuchungen wurde klar, dass sich unter der Zementantragung mehr Schäden verbargen als erwartet. So beliefen sich die Kosten der Restauration letztendlich auch auf über 5000 Euro, statt der eingeplanten 3700 Euro.

    Bürgermeister Peter Kraus rechnete es den Beteiligten hoch an, dass mit den gespendeten 500 Euro vom Obst- und Gartenbauverein und den 500 Euro von Elvira Englert ein Teil der Sanierungskosten bereits gedeckt ist.

    Außerdem betonte das Gemeindeoberhaupt, dass Petro Schiller durch sein großzügiges Entgegenkommen auch einen finanziellen Beitrag zugesteuert und sein Team hervorragende Arbeit abgeliefert habe. Der Dank des Bürgermeisters ging auch an die Familie Englert, die Strom und Wasser für die Sanierung kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.

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