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    BURGPREPPACH

    Mehrere Laster waren zu schnell unterwegs

    Bei der Schwerverkehrskontrolle gehört neben der allgemeinen Verkehrskontrolle die Geschwindigkeitskontrolle sowie die Überprüfung den Lenk- und Ruhezeiten. Auch die technische Sichtprüfung der kontrollierten Fahrzeuge steht dabei im Fokus der Polizeibeamten. Foto: Ulrich Kind

    Am Freitagvormittag führte die Polizeiinspektion Ebern auf der B 303 im Gemeindebereich Burgpreppach eine Schwerlastkontrolle in beiden Richtungen auf den beidseitigen Parkplätzen der B 303 auf Höhe von Gemeinfeld durch. Unterstützt wurde sie vom Schwerlastkontrolltrupp der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck und der Verkehrspolizei Coburg.

    „Auf der Bundesstraße 303 werden im Rahmen der streckenbezogenen Verkehrsüberwachung regelmäßig überregionale und somit auch dienststellenübergreifende Lkw-Verkehrskontrollen durchgeführt“, sagte Polizeihauptkommissar Tobias Kern von der Polizeiinspektion Ebern. Ziel bei den Kontrollen mit streckenbezogenem Bezug ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit über ganze Streckenabschnitte.

    14 Kontrollstrecken im Bezirk

    Dazu gehören bei der Schwerverkehrskontrolle neben der allgemeinen Verkehrskontrolle die Geschwindigkeitsüberprüfung sowie die Kontrolle der Lenk- und Ruhezeiten. Auch die technische Sichtprüfung der kontrollierten Fahrzeuge steht dabei im Fokus der Polizeibeamten. Die Bundesstraße 303 ist eine von 14 unterfränkischen Strecken, auf denen dieses Konzept zur Anwendung kommt, sagte Kern.

    Schon auf der Anfahrt zur Kontrollstelle fiel einer Polizeistreife ein bulgarischer Autotransporter auf, da er für einen Lkw sehr schnell unterwegs war. Bei der Auswertung des digitalen Kontrollgeräts im Lkw zeigte sich eine aufgeschriebene Geschwindigkeit von 94 km/h. Für Lkw über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht sind aber maximal 60 km/h auf der Bundesstraße erlaubt. Eine Bußgeldanzeige ist die Folge. Da der Fahrer keinen Wohnsitz im Bundesgebiet hat, musste er sein Bußgeld inklusive Gebühren und Auslagen gleich vor Ort hinterlegen. Insgesamt sechs weitere Lkw-Fahrer begingen den gleichen Verstoß. Geschwindigkeiten zwischen 89 und 94 km/h lassen die Ordnungshüter aus.

    Bei einem Lkw aus dem Landkreis Coburg stellten die Polizei fest, dass er nachts ab 3 Uhr über eine Strecke von 130 Kilometern ohne Fahrerkarte gefahren war. Die Ausrede des Fahrers, dass es sich um eine „Werkstattfahrt“ gehandelt habe, stieß bei den Beamten auf wenig Einsicht. Bei dem Fahrzeug ließ auch die restliche Sorgfalt zu wünschen übrig. Die Hauptuntersuchung und auch die Prüffrist für das digitale Kontrollgerät waren überschritten. Anzeigen nach dem Fahrpersonalgesetz und der Straßenverkehrszulassungsordnung waren die Folge. Ohne Karte war noch ein weiterer Lkw unterwegs: Für circa eine halbe Stunde, über eine Distanz von 21 Kilometern, war das Fahrzeug ohne eingesteckte Fahrerkarte bewegt worden.

    Weitere Verstöße nach dem Fahrpersonalgesetz wurden bei anderen Lastern festgestellt. Ein Fahrer aus Thüringen wird beispielsweise deshalb angezeigt, weil er mehrfach die vorgeschriebene tägliche Ruhezeit eingenmächtig um bis zu vier Stunden verkürzt hatte.

    TÜV-Prüfung am Kran überfällig

    Auch nach dem Güterkraftverkehrsgesetz gab es Anzeigen. Ein Lkw-Lenker mit Firmensitz in Schweinfurt war mit einer Erlaubnis zum Güterverkehr der Stadt Essen unterwegs. Zwei weitere Brummifahrer konnten keine entsprechenden Papiere zur beförderten Ladung vorweisen und werden angezeigt.

    Bei einem Lkw-Lenker aus dem Landkreis Bamberg wurde am Freitag auf der B 303 an seinem gewerblich genutzten Lkw mit hydraulischem Kran die letzte TÜV-Prüfung des Kranes im Jahr 2011 durchgeführt. In diesem Fall geht eine Bußgeldanzeige an die zuständige Berufsgenossenschaft. Kleinere Verstöße mit Verwarnungsgeld, Mitteilungen über Fahrzeugmängel und Kontrollaufforderungen waren ebenso Bestandteil der polizeilichen Kontrollen.

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