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    HAßFURT

    Meinung: Die „Smart City“ braucht mutige Bürger

    Haßfurt darf sich Smart City nennen. Damit nicht nur das Stadtwerk dem Titel gerecht wird, werden Verwaltung, Stadtrat und Bürger in einen Dialog treten und eng zusammenarbeiten müssen. Foto: Ulrike Langer

    Glückwunsch Haßfurt, die Auszeichnung als Smart City ist wirklich ein großartiger Erfolg! Die Kreisstadt gehört zu 13 Modellprojekten bundesweit, wenn es um digitale Techniken und ihre Nutzung zum Wohle der Umwelt und zur Schonung von Energie und natürlichen Resourcen geht.

    Es ist kein Geheimnis, dass Haßfurt die Aufnahme in das Förderprogramm des Bundesinnenministeriums in erster Linie seinem innovativen Stadtwerk verdankt, das sich – ob „Smart meter“, ob „Power-to-Gas-Anlage“ – zum technologischen Vorreiter für die ganze Republik aufgeschwungen hat.

    Jetzt sollen im Sinne des Förderprogramms auch andere Bereiche wie Kultur und Sport, Einkaufen und Bildung, Tourismus oder Mobilität in das Smart-City-Konzept einbezogen werden. Dabei ist zu hoffen, dass die Stadt ebenso mutige und manchmal ungewöhnliche Wege geht, wie sie ihr Stadtwerk schon vor vielen Jahren eingeschlagen hat. Das Stadtwerk konnte sich dank kluger Geschäftsführung und dem Weitblick seiner Ingenieure und Techniker gewissermaßen aus sich selbst heraus erneuern.

    Das freilich wird bei vielen anderen Projekten nicht gehen. Hier wird es auf kreative Bürger und entschlossene Lokalpolitiker ankommen. Die Haltung „Hilfe, eine neue Idee“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht“ wird die Smart City nicht voranbringen. Und noch viel weniger, wenn die Stadt ihre Bürger nicht intensiv in den Entwicklungsprozess einbezieht.

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