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    EYRICHSHOF

    Mit 190 Sachen auf der Flucht vor der Polizei

    Rund um das Tuningtreffen in Eyrichshof nahm die Polizei etliche Fahrzeuge ins Visier. Foto: SymbolFabian Gebert

    Rund um das Autotreffen in Eyrichshof hat die Polizei intensiv kontrolliert. Das teilten die Beamten der Inspektion Ebern mit. Und das nicht nur vor Ort, sondern schon im weiteren Umfeld der Veranstaltung – selbst die Verkehrspolizei aus Werneck oder die oberfränkischen Ordnungshüter aus Bamberg und Coburg seien mit eingebunden gewesen.

    Die Polizei Ebern legte ihren Fokus mit Unterstützung der Kollegen aus Haßfurt und Schweinfurt auf den engeren Gürtel rund um Schloss Eyrichshof und betrachtete laut der Pressemitteilung die Fahrzeuge hauptsächlich aus technischer Sicht. Selbst ein Sachverständiger einer Prüforganisation sei vor Ort gewesen. In der Verlautbarung heißt es weiter, dass unter dem Strich 14 Anzeigen, acht Verwarnungen nach der Straßenverkehrszulassungsordnung, sowie jede Menge Mitteilungen über geringere Fahrzeugmängel bei den Kontrollen herauskamen. Zwei Pkw seien derart verändert worden, dass die Beamten von einem verkehrsunsicheren Zustand ausgehen mussten. Diese Fahrzeuge stellte die Polizei nach eigenen Angaben sicher und wird sie intensiver untersuchen lassen. Den Besitzern drohe die Stilllegung ihrer fahrbaren Untersätze.

    Wie die Polizei Ebern weiter schreibt, sei in den meisten Fällen durch die Umbauten die Betriebserlaubnis der Autos erloschen. Die häufigsten Beanstandungen bezogen sich laut Polizei auf die Abgasanlage. Als Beispiel werden in der Verlautbarung der unfachmännische Einbau oder die Manipulation einer „Klappen-Auspuff-Anlage“ oder das Entfernen oder „Ausräumen“ eines Schalldämpfers genannt. Mithilfe eines Phonmessgeräts sei zudem die Lautstärke überprüft worden. Zweithäufigster Kritikpunkt seien unsachgemäße Veränderungen am Fahrwerk gewesen.

    Beschwerden erhielt die PI Ebern auch von Anwohnern, die sich über quietschende Reifen beschwert hätten und die Kennzeichen nannten. Die Besitzer der Fahrzeuge würden ebenfalls von der Polizei Post bekommen. Einer der Betroffenen sei kurz zuvor mit einem mangelhaften Auto erwischt worden.

    Selbst nach dem eigentlichen Abschluss sei der Einsatz noch nicht beendet gewesen, heißt es weiter. Einer Zivilstreife sei auf der Rückfahrt zur Dienststelle auf der Staatsstraße 2278 in Richtung Haßfurt ein Raser aufgefallen. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und dokumentierten das mit ihrer Kamera. Dabei seien Geschwindigkeiten bis zu 190 km/h auf der Landstraße gemessen worden. Nachdem sich die Beamten durch ihr Blaulicht und eine Anhalteweisung zu erkennen gaben, habe der Fahrer sein Heil in der Flucht gesucht. Seine Verfolger habe er trotz halsbrecherischer Fahrweise mit extremen Kurvenfahrten am Limit der Fahrphysik nicht abschütteln können, in Altershausen habe er aufgegeben. Die Beamten hätten seinen Führerschein nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft sichergestellt, der Fahrer müsse sich nun wegen einer Straftat verantworten. (jre)

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