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    KREIS HAßBERGE

    Mit 85 Stundenkilometern an einem Seil über das Tal fliegen

    Die „Haßbergler“ an der Rosstrappe mit Blick in den Canyon.
    Die „Haßbergler“ an der Rosstrappe mit Blick in den Canyon. Foto: Günther Geiling

    Der Harz hat sich zu einem Trendziel für Kurzurlauber entwickelt. Die Reisegruppe „Mit der Union durch Europa“ hatte sich kurz nach der Wende schon einmal in den Fachwerkstädten Goslar, Wernigerode und Quedlinburg umgesehen und wollte sich nun nach rund 20 Jahren noch einmal davon überzeugen, wie sich Städte und Landschaft dort weiter entwickelt haben. Das geht aus einer Pressemitteilung von Reiseleiter Günther Geiling hervor.

    Mit großartigen Eindrücken seien die Teilnehmer von der Reise zurückgekehrt und hätten laut Geiling mehrfach die Feststellung getroffen, dass sich die Gegend zu einer blühenden Landschaft entwickelt habe und der Harz seine Besucher verzaubern könne.

    „Bunte Stadt“ beeindruckte

    Erste Station auf der Hinfahrt sei die Stabkirche in Hahnenklee gewesen, wo mit Liedern und einem Kanon die Akustik des Gotteshauses getestet worden sei, ehe der Weg zu einer Tour durch die Kaiserstadt Goslar geführt habe. In Wernigerode hätte die Reisegruppe dann ihr Quartier bezogen. In der „Bunten Stadt“ habe eine Führung nicht fehlen dürfen, schreibt Geiling. Auf dem dortigen Schloss, das als „Neuschwanstein des Harzes“ bezeichnet werde, hätten die Franken den Blick auf die Stadt und den Brocken, der als nächstes angesteuert wurde, genossen. Entgegen der üblichen Verhältnisse sei das Wetter mit Sichtweiten um 60 Kilometer perfekt gewesen. Besonders interessiert seien die Teilnehmer an der bekanntesten Abhörstation des Ostblocks, der „Stasi-Moschee“ gewesen. Einige hätten sich zu Fuß auf den Abstieg über das „Eckerloch“ gemacht, aufgefallen sei das extreme Fichtensterben.

    Die herrliche Landschaft sei allen bei der Harzrundfahrt am nächsten Tag deutlich geworden. Höhepunkt sei das Bodetal gewesen, wo sich die Franken einen Blick in den „Grand Canyon des Harzes“ gegönnt hätten. Mutige seien über die 106 Meter hohe Seilhängebrücke über die Bode gelaufen. Aus der Beobachterposition hätte die Reisegruppe noch Mutigere betrachtet, die am Drahtseil der „Megazipline“ das einen Kilometer breite Tal mit einer Höchstgeschwindigkeit von 85 Stundenkilometern überflogen hätten. Bei der anschließenden Überlandfahrt hätten die Franken mitbekommen, wie positiv sich die Gegend in den vergangenen Jahren entwickelt habe. In Quedlinburg sei die Reisegruppe von den mehr als 1200 Fachwerkhäusern sehr beeindruckt gewesen.

    Rosen, wohin man blickt

    Bei der Rückreise durch Thüringen sei in Bad Langensalza, der „blühendsten Stadt Europas“, Station gemacht worden. Bei einem Rundgang sei klar geworden, warum der Ort als „Stadt der Türme und Portale“ gelte. Ziel sei auch der Rosengarten, für den die Stadt den Titel „Rosenstadt Thüringens“ erhalten habe, gewesen. Dann tauchte man noch ein in den japanischen Garten „Kofuku No Niwa“ als Garten der Glückseligkeit mit viel Spiel mit dem Wasser und Teichlandschaft.

    Es gibt schon neue Pläne

    Die Begeisterung über die vielen Eindrücke während dieser Fahrt sei bei den 36 Teilnehmern groß gewesen, berichtet Günther Geiling abschließend. Im kommenden Jahr sei geplant, eine Erlebnisreise nach Bulgarien zu unternehmen, um unter anderem die europäische Kulturhauptstadt Plovdiv und dem Sonnenstrand am Schwarzen Meer einen Besuch abzustatten. Auch ein Kurztrip nach Südtirol stehe an. (jre)

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    Bearbeitet von Jochen Reitwiesner

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