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    Bamberg

    Mit Bischof Otto auf dem Europäischen Zisterzienserweg

    Vor 917 Jahren, am 1. Februar 1103, beschritt der später heiliggesprochene Otto I. erstmals Bamberger Boden, um sein Amt als Bischof von Bamberg anzutreten: Diese legendäre Stelle bei der alten Hohen Straße von Würzburg nach Bamberg soll Standort einer Gedenkstele werden, die an das bedeutende Ereignis erinnert. 
    Vor 917 Jahren, am 1. Februar 1103, beschritt der später heiliggesprochene Otto I. erstmals Bamberger Boden, um sein Amt als Bischof von Bamberg anzutreten: Diese legendäre Stelle bei der alten Hohen Straße von Würzburg nach Bamberg soll Standort einer Gedenkstele werden, die an das bedeutende Ereignis erinnert.  Foto: Alexandra Baier/Landkreis Bamberg

    Vor 917 Jahren, am 1. Februar 1103, beschritt der später heiliggesprochene Otto I. erstmals Bamberger Boden, um sein Amt als Bischof von Bamberg anzutreten: Diese legendäre Stelle bei der alten Hohen Straße von Würzburg nach Bamberg soll Standort einer Gedenkstele werden, die an das bedeutende Ereignis erinnert.

    Landrat Johann Kalb sieht diesen Ort am Fuße des Goldbergs bei Ampferbach als wichtigen Wegpunkt am geplanten europäischen Zisterzienserweg auf der Teilstrecke zwischen Bamberg und Ebrach – zumal Bischof Otto als Gründer der Ebrachschen Tochterklöster Langheim und Heilsbronn gilt.

    In Bamberg wird Bischof Otto I. in erster Linie mit Kloster Michelsberg in Verbindung gebracht, doch erstrecken sich seine gut 20 Klostergründungen bis über die Grenzen des damaligen Bistumsgebiets. Im Rahmen des europäischen Zisterzienserprojekts des Landkreises Bamberg ist der Bischof als Förderer des Zisterzienserordens von besonderer Bedeutung.

    "Die Erinnerung an Bischof Otto ist ein wichtiger Bezug für die Region Bamberg."
    Johann Kalb,
    Landrat Bamberg

    „Derzeit vernetzen wir 18 Zisterzienserklöster in sechs europäischen Ländern, um die Klosterlandschaften und ihre Geschichte erleb- und erwanderbar zu machen“, so Landrat Kalb. „Die Erinnerung an Bischof Otto ist ein wichtiger Bezug für die Region Bamberg.“ Der Zisterzienserweg wird im Rahmen des transnationalen Leader-Kooperationsprojekts zur Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel in den nächsten Jahren umgesetzt und soll mit einer Länge von fast 1500 Kilometern die Klosterlandschaften als europäischer Fernwanderweg von West nach Ost verbinden.

    Der Wanderweg soll in Kloster Kostanjevica na Krki in Slowenien beginnen und über Waldsassen, Klosterlangheim, die Ebracher Höfe in Bamberg nach Ebrach und weiter bis zum Ursprungskloster Cîteaux in Frankreich führen. Hierbei ist geplant, dass die Strecke immer wieder auf sogenannten Altstraßen, also den mittelalterlichen Handels- und Reisewegen verläuft.

    Mit Infotafel

    Eine solche Alt- und Fernstraße, die auch heute noch gut zu finden ist, liegt auf dem Höhenrücken zwischen Rauher und Mittlerer Ebrach. Nach der Überlieferung wurde Otto als er auf diesem Weg am Goldberg bei Ampferbach seinen neuen Wirkungskreis betrat, von Abgesandten des Bistums Bamberg empfangen und bis auf den Domberg begleitet.

    Zusammen mit Annette Faber, ehemalige Hauptkonservatorin am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, die zur Vita des Heiligen Otto geforscht hat, soll nun ein Standort auf dem Zisterzienserweg bei Ampferbach bestimmt werden, die an das Ereignis im Jahr 1103 erinnert. Hierfür gilt es dann, eine Informationstafel, Skulptur oder Stele zu entwickeln, die über die LAG Region Bamberg mit Leader-Mitteln gefördert werden soll.

    Kulturerbe-Siegel angestrebt

    Das transnationale Kooperationsprojekt „Cisterscapes – Cistercian landscapes connecting Europe“ strebt in der Trägerschaft des Landkreises Bamberg eine Europäisches Kulturerbe-Siegel für zisterziensische Klosterlandschaften an. Auf dem Weg zur Bewerbung im Jahr 2021 haben es sich die 18 Projektpartner in sechs Ländern zur Aufgabe gemacht, auf die einzigartige historische Bedeutung der zisterziensischen Landschaften in Europa aufmerksam zu machen.

    Das klösterliche Leben und Wirken prägte die Landschaft über Jahrhunderte. Die innovativen Landnutzungstechniken und Wirtschaftsformen der Zisterzienser wurden dabei über die mittelalterlichen Vernetzungswege weitergetragen.  

    Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.cisterscapes.eu

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    Bearbeitet von Gabriele Kriese

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