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    HAßFURT

    Mit dem Gymnasium in die Steinzeit

    Unterstützt von den Gymnasiasten, wie hier zum Beispiel von Jan Biertempfel (rechts), konnten die Kinder und Jugendlichen Stockbrot über einer Feuerschale zubereiten. Foto: Christian Licha

    Die Schätze vergangener Zeiten im Archäologischen Museum des Schlosses Oberschwappach speziell Kindern und Jugendlich näherzubringen, war das Ziel des Projekt-Seminars im Fach Geschichte der Oberstufe am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt. Die perfekte Umsetzung hierzu präsentierten die baldigen Abiturienten am Donnerstag im Beisein von Schulleiterin Maria Eirich der Öffentlichkeit.

    Bei der offiziellen Eröffnung im Spiegelsaal freute sich Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus über das Engagement der Gymnasiasten und umriss die Geschichte des Schlosses Oberschwappach. Besonders angetan war Paulus von der Nachhaltigkeit des Projektes, das in Zukunft auch durch andere Schulen und die Gemeinde genutzt werden kann.

    Geschichtslehrerin Carolin Hölzner dankte der Gemeinde Knetzgau und dem Museum für die unkomplizierte Zusammenarbeit und die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Finanzielle Unterstützung fand die Arbeit der Schüler vom Landkreisprojekt „Kunststück“, für das Kulturbeauftragte Renate Ortloff verantwortlich zeichnet. Besonders hervor hob die Projekt-Seminar-Leiterin Wolfgang Jäger, den Vorsitzenden des Historischen Vereins Landkreis Haßberge, der die Idee für das museumspädagogische Programm lieferte.

    In mehrere Gruppen eingeteilt, konnten sich die anwesenden Kinder und Jugendlichen an zahlreichen Stationen auf die Spuren der Steinzeit begeben. Wie lebten die Menschen in der Steinzeit? Was haben sie gegessen? Wie sah die Kleidung der Steinzeitmenschen aus? Wie funktionierte das Jagen? Antworten auf diese und viele andere Fragen wurden eindrucksvoll präsentiert.

    So konnte man sich zum Beispiel im Schlossgarten am Speerwerfen üben und ein fiktives Mammut erlegen. Im Museum wurde dargestellt, wie seinerzeit Mehl mit Hilfe von Steinen gemahlen wurde, was die Gäste natürlich auch selber ausprobieren konnten.

    Besonders viel Spaß bereitete den jungen Geschichtsinteressierten das angebotene Basteln von Lederbeuteln, ähnlich wie sie die Menschen damals hatten. Außerdem konnten Figuren mit typischer Steinzeit-Kleidung angezogen werden.

    Unterstützt wurde der Rundgang durch ein kleines Heftchen, das jede Menge weiterführende Hinweise enthielt. Mit einigen Fragen, deren Antworten dann ein Lösungswort ergaben, wurde zudem das erworbene Wissen geprüft.

    Zum Abschluss konnten die Teilnehmer Stockbrot über einer Feuerschale zubereiten.

    Besonders beliebt war das Basteln von Lederbeuteln, ähnlich wie sie die Steinzeitmenschen besaßen. Foto: Christian Licha

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