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    NASSACH

    Musik bringt „Grünes“ Inselfeeling nach Nassach

    Mit Geige, Gitarre und Bodhrán entführte die Gruppe „Heywood” das Publikum im Hof der Pfarrscheune in Nassach nach Irland. Foto: Gudrun Klopf

    Irish Stew, Guinness, Whiskey, dazu traditioneller Irish Folk – und das nicht in den grünen Hügeln Irlands, sondern am Fuße der Haßberge. Zum zweiten Mal hatte die evangelische Pfarrei Friesenhausen/Wetzhausen zum irischen Abend nach Nassach eingeladen.

    Das Wetter war eher mediterran als irisch und so waren die Bänke im Hof der Pfarrscheune rasch belegt. Mit lebhaften Jigs und Reels sorgte die Gruppe „Heywood“ für das passende „Insel-Feeling“. Georg Vollmer (Gitarre, Gesang), Antony Lenagan (Bodhrán) und Stephanie Fregien (Geige) haben sich der „traditional irish music“ verschrieben.

    Klar, dass das Publikum begeistert in Trinklieder wie „Whiskey in the Jar“ und „Wild Rover“ kräftig mit einstimmte und mitklatschte. Melancholische Balladen, wie „Down by the Sally Gardens“ oder „Dirty old Town“ luden zum Träumen ein.

    „Ich war schon immer Irlandfan“, sagt Cheforganisatorin Birgit Schwab. Als sie vor vier Jahren zum ersten Mal auf die Insel reiste, war es um sie geschehen. Anfangs habe sie vor allem die wunderschöne Landschaft fasziniert. Doch dann nahmen die Menschen und deren Musik die Nassacherin ganz für die grüne Insel ein. „Die Iren sind total herzlich; man kommt sofort mit ihnen ins Gespräch“, schwärmt sie. Schwab steckte die gesamte Familie mit ihrer Begeisterung an und organisierte mit vielen Helfern im vergangenen Jahr einen irischen Abend in ihrem Heimatort. Natürlich durfte Guiness, das dunkle irische Bier aus dem Fass, nicht fehlen. „Es war gar nicht so einfach, ein Fass und die spezielle Zapfanlage dafür aufzutreiben“, erinnert sich Schwab. Der Erfolg des ersten irischen Abends und viele Nachfragen forderten eine Wiederholung der Veranstaltung.

    Der Andrang war groß

    Offensichtlich hatten die Anhänger irischer Musik nur darauf gewartet, wie der Andrang zeigte. Die irischen Melodien fanden in Nassach Fans aller Altersklassen. „Wir waren 2004 mit Pfarrer Wolfgang Oertel in Irland“, hat die 80-jährige Erna Kaiser aus Aidhausen die Gemeindefahrt noch in guter Erinnerung. Während sie mit ihren Freundinnen der Musik lauscht, lassen sich die Damen Guinesskuchen und Whiskeycreme schmecken. Ein paar Tische weiter wippt die einjährige Emma zur Musik. Ihre Schwester Hanna ist vor allem von der Geige fasziniert. „Das möchte ich auch mal lernen“, sagt die Vierjährige.

    Neben der Musik kamen die irischen Spezialitäten bei den Gästen gut an. Irish Stew, Fish and Chips, Burger mit Whiskeysoße – die Schlange an der Essensausgabe riss nicht ab. An der rustikalen Bar und an großen Holzfäsern konnte Hochprozentiges aus Irland verkostet werden. Von diversen Whiskeys und Likören, über Mixgetränke bis hin zum Irish Coffee war für jeden Geschmack etwas dabei.

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